﻿71s Mittheilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag.
Schlüssel beherrschte oder so. dass die Schlüssel je zweier Beobachter in der Art in eine und dieselbe Leitung eingeschaltet wären, dass Druck auf den ersten Schlüssel den Strom schliesst. Druck auf den zweiten Schlüssel den Strom öffnet. Im ersten Falle würde dann die Pulsverspätung dein Intervall zwischen den Stromschliessungen entsprechen. im zweiten Fall aber der Dauer der Ströme.
Die zum Markiren benützten Schlüssel könnten entweder gewöhnliche Telegraphenschlüssel oder besser in der Art eingerichtet sein, dass sie im Moment der Berührung schon die Schliessung oder Unterbrechung des Stromes bewirkten und kein messbarer Zeitverlust beim Niederdrücken, wie bei jenen, eintreten könnte. ehe der Contact erreicht wird. Man müsste nämlich solche Schlüssel benützen, welche durch Contactunterbrechung wirken. Es versteht sich von selbst, dass man mit einem solchen Schlüssel Ströme in bestimmten Leitungen im gewollten Moment nicht nur unterbrechen. sondern auch in dieselben eintretenlassen kann. Man braucht solch einen Schlüssel nämlich nur in eine gut leitende Nebenschliessung einzuschalten: so wie dann der Contact aufgehoben wird, bricht der Strom in die Hauptleitung ein. Befindet sich nun in der Hauptleitung ein zweiter solcher Schlüssel, so unterbricht Druck auf diesen wieder den eben hereingebrochenen Strom, ehe sich der Contact in der Nebenschliessung wieder hergestellt hat. Nur in dem Falle könnte bei dieser Anordnung eine Confusion der Signale eintreten. wenn die markirende Hand zu laug oder zu kurz den Schlüssel herabgedrückt halten würde. wenn nämlich der erste Schlüssel die Nebenschliessung früher herstellte, ehe der zweite die Hauptleitung unterbrochen hätte. oder wenn der zweite Schlüssel die Hauptleitung noch nicht wieder hergestellt hätte, ehe der erste Schlüssel die Nebenschliessung öffnete.
Das Schliessungssignal durch Druck auf den ersten Schlüssel kann nur dann richtig ausfallen. wenn der zweite Schlüssel seine Buhelage einnimmt. die Hauptleitung also geschlossen ist. während das Oeif-uuugssignal durch Druck auf den zweiten Schlüssel nur dann wirksam und richtig ist. ehe am ersten Schlüssel der Contact und damit die gute Nebenschliessung wieder hergestellt ist. Es ist grosse Hebung hierzu erforderlich.
üebrigens lässt sich der Mechanismus der Schlüssel leicht so modi-ficircn. dass die Unterbrechung des Contacts bei einmaligem Niederdrücken nur eine ganz bestimmte immer gleiche Zeit dauert, mag man nun zwischen zwei Signalen die Hand längere oder kürzere Zeit auf dem Drücker ruhen lassen.