﻿720 Mitteilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorimn in Prag.
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verwendbar werden, wenn die Momente z. B. der erreichten Puls-wellenliölie nur annähernd richtig angezeigt würden, der unvermeidliche Fehler jedoch an allen zu vergleichenden Arterienquerschnitten in demselben Sinne und gleich gross ausfiele.
Die Form und Einrichtung, welche ich meinem elektrischen Pulsmanometer gegeben habe, ersieht man aus dem beigedruckten Holzschnitt (Fig. 7).
Mit dem Eintritt der Pulswelle in den betreffenden Arterienquerschnitt beginnt die leitende Flüssigkeit im Röhrchen zu steigen und erreicht etwas eher, als die Pulswellenhöhe durch den Querschnitt geht, die Spitze der möglichst hoch eingestellten Contactschraube. Fände, wie gesagt, diese Verbrühung des Contactes, dieser Fehler in gleicher Weise an allen zur selben Zeit angewendeten Manometern statt, so blieben die Differenzen der angezeigten Momente, um welche sich’s eben handelt, ganz unverändert und vollkommen richtig.
Hinsichtlich der Anordnung der Stromleitungen und der verschiedenen Einschaltung der Contactstellen gilt liier dasselbe, was beim vorigen Verfahren bemerkt wurde.
yj Das V c r f ähren mit Hebel-vorricht ungen.
Man kann hiezu jeden Sphygmogra-phen brauchbar machen, wenn man den Fühlhebel desselben so einrichtet, dass er durch seine Bewegungen Contacte herstellt oder unterbricht. Ist der Fühlhebel ganz von Metall, wie beim ViEBOiurr’schen Apparat, so lässt sich der eine Pol der Ivette mit dem Axenlager verbinden, und der andere mit einer Contactschraube , welche der Fühlhebel im geeigneten Moment zu berühren hätte.
1st der Fühlhebel von Holz und trägt eine metallene Spitze 'Stahlfeder' wie (beim MAiîEv'schen Sphygmographen. so müsste der eine
Fig 7- Elektrisches Pulsmanometer. A Sletallring, unten durch die Membran M verschlossen und mit Quecksilber gefüllt; C Deckel mit Schraubengewinde zum Verschliessen des Ringes A von oben, derselbe kann so tief in den Ring A hineingeschraubt werden, dass die Quecksilberschicht zwischen Deckel und Membran auf ein Minimum reducirt wird : k ein durchbohrter Kork, welcher eine kurze Steigrohre S trägt, in welcher das Quecksilber auf und niedergeht. An dem Ring A sind zwei Häkchen zum Befestigen der Haltebänder angebracht, von denen nur das diesseitige, o zu sehen ist; ferner zwei Ansätze, von denen der eine das Schräubchen ■r\ der andere aber den Bügel B trägt, welcher durch zwei Scheibchen Hartgummi (h //) elektrisch vollkommen isolirt ist. Der Bügel B ist an seinem senkrechten Theile mit dem Schräubchen r versehen, welches wie das Schräubchen r' zum Anklemmen eines Poldralites dient. Am Ende des horizontalen Theils des Bügels B befindet sich die mit einer feinen langen Platinspitze versehene Contactschraube R, gegen welche je nach der gewählten Einstellung, das Quecksilber, im Beginn oder am Ende seiner aufsteigenden Bewegung, schlägt und damit eine gutleitende Verbindung zwischen den bei r und »*' festgeklemmten Pol-drähten herstellt.