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Mitteilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag,
[Wien 1864. Verlag von Karl Csermak.
Vorrede.
^Nachdem ich im Herbst 1860 meine Professur an der pester Universität niedergelegt batte , kehrte ich nach mehrjähriger Abwesenheit in meine Vaterstadt Prag zurück und richtete mir ein physiologisches Privatlaboratorium ein, um Gelegenheit zu haben die Studien und Arbeiten. welche mein Lebensberuf sind, ungestört fortsetzen zu können.
Ich habe mein Laboratorium in einem Maassstabe angelegt, dass es nicht nur meinen persönlichen Bedürfnissen genügt, sondern auch hinreichend Kaum und Mittel bietet, um eine grössere Anzahl von Schülern und Mitarbeitern zu beschäftigen.
Die Mitte des ersten Stockwerkes des Gebäudes s. Titelvignette), welches der hiesige Architekt, Herr Ullmann. aufgeführt hat, nimmt ein grosser an 100 Zuhörer fassender Saal ein, der sein Licht durch 3 Fenster und ein im Plafond angebrachtes Oberlicht erhält. Hechts vom Saal befindet sich ein Vorzimmer und ein kleines Studirzimmer, links vom Saal ein grösseres Arbeitslocal mit Schränken, zum Aufbewahren der Instrumente und Präparate.
Zu ebener Erde sind 4 Zimmer, von denen eines als Werkstatt, eines als Wohnung des Dieners eingerichtet ist, während die beiden anderen zur Vornahme chemischer Arbeiten bestimmt sind, und verglaste Herde, Schmelzöfen u. s. w. enthalten.
Ein die ganze Breite des Gebäudes einnehmender gewölbter Keller zur Aufbewahrung der Thierbehälter, des Brennmaterials und anderer Vorräthe. und ein luftiger Boden vervollständigen die disponiblen Räumlichkeiten.