﻿684 Mitteilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag.
Grösse der Halmeröftnung.	Zahl der Bewe- i Gelieferte Wass	ermenge in C. C. ;
	gUll,^ ClCb O Cil XIX chens iii einer , jn ejner halben halben Minute.	Minute.	Bei jeder einzelnen Bewe- i gung.
kleinste	10	05	0,5
mittlere	28	1	192	6,8 |
grösste (ganze;	54	1	425	7,1
Das Aufdrehen des Halms olme Abänderung der Gabelstellung bewirkt also aufSchema den dispnoö tischen Zuständen der Athembewe-gungen, welche durch steigende Verarmung des Blutes an Oxygen hervorgerufen werden, ganz analoge Veränderungen der rhythmischen Bewegungen und ihrer Arbeitsgrösse.
Wird der Hahn nach und nach zugedreht und die Menge des lier-abfliessenden Wassers vermindert, so verschwinden die beobachteten Veränderungen der Thätigkeit des Schema’s ganz ebenso, wie die dis— pnoötischen Zustände der Athembewegungen. wenn die Oxygenzufuhr vermehrt wird.
Ist der Hahn endlich ganz zugedreht, so bleibt die Vorrichtung ganz stehen, so wie die Athembewegungen in Kosexthal’s Versuch durch die über eine gewisse Grenze fortgesetzte Steigerung desOxygen-gehalts im Blut sistirt werden.
»Die Athembewegungen werden erregt durch den Beiz des Blutes auf das respiratorische Centralorgan. Der Ucbergang dieser Erregung auf die betreffenden Nerven und Muskeln findet einen Widerstand, durch welchen die stätige Erregung in eine rhythmische Action umgesetzt wird. Dieser Widerstand wird vermindert durch die Einwirkung des X. vagus, vermehrt durch die Einwirkung des N. largngeus superior. Der Grad der Thätigkeit des Centralorgans ist abhängig von dem Sauerstoffgehalt des Blutes, die Vertheilung dieser Thätigkeit auf einzelne Inspirationen und demgemäss die Zahl und Tiefe derselben, bei gleichbleibender Erregung, von der Wirkung jener Nerven». (Rosexthal a. a. O. S. 256(.
1. Die Reizung des Vagus vergrössert die Frequenz der Athem-ziige und vermindert deren Tiefe, die Atlnnungsgrösse jedoch bleibt bei den Säugethiereu wesentlich ungeändert. Haben wir unser Schema bei tiefer Gabelstellung in Bewegung gesetzt und schieben die Gabel gegen das Schiffchen empor, so kann sich dasselbe beim Umkippen nur in geringerem Grade schräg stellen und setzt dem einströmenden Wasser einen geringen Widerstand entgegen : bei gleichbleibender Eröffnung des Hahns wird somit die jetzt zum Umkippen des Schiffchens nothige geringere Wassermenge in kürzerer Zeit geliefert werden und die