﻿68(j Mittheilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag.
4.	Endlich lässt sich am Schema anschaulich machen, warum die Vagusreizung keine Contractionen des Zwerchfells auslösen kann, wenn die Athemhewegungeu durch die über einen gewissen Grad fortgesetzte Steigerung des Oxygengehaltes im Blute sistirt worden sind.
Ist nämlich der Hahn des Wasserbehälters geschlossen und das Schiffchen zur Buhe gekommen, so sieht man sofort ein. dass das blosse Emporschiehen der Gabel Vagusreizung kein Abfiiessen von Wasser aus dem verschlossenen Behälter und dem entleerten Schiffchen bewirken kann.
5.	Was ferner die Folgen der Vagusdurchschneidung angeht, welche wegen der steten tonischen Erregung seiner Fasern mit den Folgen schwächerer Beizung des .V. laryngem superior — des Antagonisten des Vagus — wesentlich Ubereinstimmen, so lassen sich dieselben, so wie die Folgen stärkerer Laryngeusreizung am Schema durch Verschiebung der Gabel nach unten aufzeigen.
Vagusdurchschneidung, wie Laryngeusreizung vergrüssert den im respiratorischen Centralorgan angenommenen Widerstand.
Zunächst ist klar, dass Vagusdurchschneidung je nach der vor der Durchschneidung vorhandenen tonischen Erregung seiner Fasern, oder schwächere Beizung des .V. laryrigms superior die Anzahl der Bespira-tionen vermindern, aber die Tiefe und Energie der einzelnen Athemziige vermehren müssen, ohne die Bespirationsgrüsse wesentlich zu ändern.
Wird die Gabel am Schema durch Herabschieben von der Basis des Schiffchens entfernt, so stellt sich dieses letztere schiefer und setzt dem Umkippen einen grösseren Widerstand entgegen. Es ist dann, um das Umkippen zu bewirken, eine grössere Wassermenge erforderlich.
Bei unverändertem Zufluss wird daher eine längere Zeit verstreichen, bis die erforderliche Wassermenge beisammen ist — die Bewegungen des Schiffchens werden seltener werden, dagegen muss jede einzelne Bewegung eine grössere Wassermenge entleeren, und an sich kräftiger ausfallen. da als Triebkraft ein absolut grösseres Uebergewicht ins Spiel kommt. Die in der Zeiteinheit gelieferte Wassermenge Bespirationsgrüsse bleibt wesentlich ungeändert. ;Vergl. die 8. 6S5 mit-getheilte Tabelle .
6.	Bei verstärkter Erregung des-A’. laryngem sup. tritt ein gänzliches Aufhören der Athcmbewegung ein : die Erschlaffung der Inspiratoren dauert aber nur so lange, bis die fortdauernde Beizung des ( entralorgans durch das Blut so mächtig geworden ist, dass sie endlich den vergrösserten Widerstand zu überwinden vermag. Dann erfolgen noch während der Beizung des Laryngeus oder, wenn diese rechtzeitig