﻿Mittheilungen aus dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag.
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Stromstärken mit dem Rheockord so abgestuft, dass sie bei jedem elektrischen Signal entweder nur Schliessungs- oder nur Oeffnungszuckung. oder endlich Schliessungs- und Oeffnungszuckung gaben.
<?) Kritische Bemerkungen.
Meine nicht mühelosen Bemühungen den elektrischen Strom zur exacten Messung der Pulsverspätung zu verwerthen, haben bisher zu einem wesentlich negativen Resultate geführt. Die Bedenken, welche ich von vornherein gegen die Ausführbarkeit der naheliegenden und plausiblen Idee die Pulsbewegungen vermittelst einfacher Hebel, wie beim Sphygmograpken oder elektrischen Pulsmanometer, sich selbst registriren zu lassen, sind, wie mich meine Versuche mit den beschriebenen Vorrichtungen lehrten, nur zu gerechtfertigt gewesen.
Die am Eingänge dieses § angedeuteten Schwierigkeiten Hessen sich selbst durch die sorgfältigste und feinste Einstellung der Contact-schrauben nicht ganz beseitigen, und exacte Messungen der Pulsver-spätnngsintervalle erwiesen sich als unausführbar, weil es niemals sicher war, ob die beiden elektromagnetischen Signale, deren Abstand gemessen werden sollte, auch wirklich genau derselben Phase der Pulswelle an den beiden zu vergleichenden Orten entsprachen oder nicht. Ich tlieile desshalb keine Versuchsreihen im Detail mit und bemerke nur im Allgemeinen, dass dieselben noch schwankendere. im Allgemeinen aber ähnliche Resultate gaben. wie die Methode mit dem Spliygmographen.
Die elektrischen Signale kamen zwar während der ganzen Dauer mancher Versuchsreihen sehr regelmässig zum Vorschein und hätten vortrefflich zur genauen Bestimmung der Pulsfrequenz dienen können, allein in welchem der Phasenmomente dieselben ausgelöst worden waren, konnte nie mit voller Sicherheit ermittelt werden.
Wurde die Contactscliraube so hoch gestellt, dass der Contact nur im Momente der höchsten Expansion (Systole eintreten konnte. dann geschah es allzuleicht, dass die Signale gänzlich ausblieben. Die Con-tactsehraube hingegen so tief herabzudrehen, dass sie genau im Momente des Beginnens der Expansion berührt werde, ist begreiflicher Weise noch weniger thunlich und räthlicli.
Kurz, es hing innerhalb weiter Grenzen rein vom Zufall ab, welches Resultat die beabsichtigte Messung gab.
Unter so bewandten Umständen hätte ich schon längst die Bescliäf-tigung mit der elektrischen Methode aufgegeben und nur noch die photosphygmographischen Versuche und die Bemühungen zur \ ervoll-
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