﻿Mittheilungen uns dem physiologischen Privatlaboratorium in Prag.
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Um die Zuckung sichtbar zu machen, dient »ein von Herrn Kosexthal ersonnener Kunstgriff. » welcher darin besteht, einen langen Glasfaden durch den Muskel zu stossen. welcher die Zuckung fühlhebelartig vergrössert. indem sein dickeres ringförmig umgebogenes Ende an einem neben dem Muskel am Ständer befestigten gläsernen Haken eingelenkt wird. Das freie Ende des Glasfadens trägt ein durchbrochenes Papierfälmch en.
Wer mit diesem gläsernen Fühlhebel experimental; bat. wird die mannigfachen Unbequemlichkeiten und Uebelstände erfahren haben, welche der angegebene Kunstgriff mit sich bringt.
Gegen die Herstellung des Drehpunktes des Hebels vermittelst Einlenkung des ringförmigen Endes am Glasbaken des Ständers wäre zwar allerdings gar nichts einzuwenden, allein die Verbindungsart des Glasfadens mit dem Muskel. indem man ersteren quer durch den letzteren in geringer Entfernung vom Querschnitt durchstossen soll. ist ganz verwerflich.
Erstens wird der Muskel, selbst bei der vorsichtigsten Manipulation. verletzt, gedrückt, gezerrt, wodurch seine Erregbarkeit wesentlich leidet.
Zweitens kann man. ohne höher oben den Glasfaden neuerdings durcbzustossen. wobei der Muskel neuerdings misshandelt wird. stets nur einige wenige frische Querschnitte anlegen.
Ich hänge deshalb den Glasfaden lieber vermittelst eines ungemein zarten. S-förmigen Stahlhäkchens äusserlicli am Perimysium des Muskels an oder ich benütze — was noch besser ist — statt des Glasfadens einen dünnen leichten Stroh- oder Grashalm von hinreichender Länge, den ich entweder ebenfalls mit dem Stahlhäkchen am Perimysium an-liänge oder aber einige Linien weit der Länge nach spalte um den Muskel nahe am Querschnitt sanft einzuklemmen. Das eine Ende des Halms wird einfach durch den Glashaken am Ständer durchgeschoben, auf das andere Ende stecke ich das durchbrochene Papierfähnchen oder ein auseinandergezupftes Flöckchen weisser oder gefärbter Baumwolle.
Obschon auf die angegebene Weise die wesentlichen Unbequemlichkeiten und Uebelstände des KosEXTHAL’schen Fühlhebels beseitigt werden können. so habe ich doch einen neuen, viel besseren Kunstgriff zur Sichtbarmachung der Zuckungen ersonnen, welchen ich als eine wirkliche Verbesserung an der Du-Bois'schen Vorrichtung bezeichnen und empfehlen kann.
Statt des langen Fühlhebels Rosenthal's verwende ich nämlich ein kleines, leichtes Spiegelchen. welches einerseits an das Perimysium