﻿l'eber Entfernung fremder Körper aus dem Sehlunde etc.
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war somit sichergestellt und es handelte sich nur noch um die Entfernung der Gräte unter Beihilfe des Kehlkopfspiegels.
Nach mehreren vergeblichen Versuchen, die Gräte vermittelst der mit der rechten Hand eingeführten, lang- und schlankarmigen Zange zu fassen, gelang es mir zuletzt — nachdem ich mich entschlossen hatte, den Kehlkopfspiegel mit der Rechten, die Zange aber mit der Linken einzuführen wodurch die Branchen die erforderliche Querstellung zur Gräte erhielten) — dieselbe gleich beim zweiten Versuch sicher zu fassen und mit einem Zuge heraus zu befördern.
Patient fühlte sich unmittelbar darauf so wesentlich erleichtert, dass er sich den überschwenglichsten Aeusserungen seiner Freude und seines Dankes überliess.
Die entfernte Gräte, von der Dicke einer Stecknadel, war ziemlich steif, plattgedrückt, an beiden Enden äusserst scharf zugespitzt und hatte eine Länge von 26 mm. Da das frei hervorragende Ende, wie gesagt, etwa 6 mm lang geschienen. so musste die Gräte nicht weniger als etwa 20 mm tief in den Weichtheilen der hinteren Rachenwand. in der Richtung von rechts nach links eingebohrt gewesen sein.
Auch in diesem Falle war der rasche und sichere Erfolg der kleinen, dem Patienten aller als eine wahre Erlösung erscheinenden Operation, einzig und allein meinem Verfahren der Führung der operirenden Hand durch das Auge unter Beihülfe des Kehlkopfspiegels zu danken.
Alle die vergeblichen, für den Patienten sehr lästigen Bemühungen mit dem Schlundstosser hätte man, in diesem, wie in so vielen anderen Fällen, wo dieses, in gewissen Fällen allerdings unentbehrliche Instrument nicht zu brauchen ist, gänzlich ersparen können, wenn man seine Zuflucht in erster Linie zum Kehlkopfspiegel genommen hätte !
Dritter Fall.
Am 27. November 1864 wurde mir aus dem Prager k. k. Garnisonsspital Nr. I, ein Mann, J. S., pens. Armeediener, zugeschickt, welchem beim hastigen Essen eines Gerichtes sog. »Nudeln« mit Kalbfleisch Etwas im Halse stecken geblieben war, das er weder niederschlingen noch hinaufwürgen konnte und dessen Gegenwart im Schlunde ihm bedeutende Schmerzen und Unbequemlichkeiten verursachte.
Die Inspection mit dem Kehlkopfspiegel liess sofort einen von Schleim umhüllten fremden Körper erkennen, der rechts hinter dein Kehlkopf im Eingänge der Speiseröhre festsass. Der fremde Körper schien stäbchenförmig zu sein und mit seinen äusseren Enden in der Schleimhaut zu stecken. während sein inneres Ende in horizontaler