﻿Ueber Entfernung fremder Körper aus dem Schlunde etc.
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bisherigen etwas rohen Manipulationen zur Entfernung des fremden Körpers behelfen müssen.
In allen jenen Fällen jedoch, wo kein periculum in rnora vorhanden , oder der erste überwältigende Anfall beunruhigender Symptome vorüber ist, hat man meiner Ansicht nach zuallererst eine laryn-goskopische Untersuchung zu machen und nur dann, wenn man des fremden Körpers durchaus nicht ansichtig werden sollte, zu den gewöhnlichen Manipulationen seine Zufhtcht zu nehmen, sonst aber immer mindestens zu versuchen unter Beihilfe des Kehlkopfspiegels zu operiren, bevor man irgend etwas anderes Operatives unternimmt.
Die folgenden vier Fälle von gelungener Entfernung fremder Körper aus dem Schlunde unter Beihilfe des Kehlkopfspiegels, welche ich schon im vorigen Jahre dem Verein praktischer Aerzte in Prag mitge-theilt ttnd einzeln veröffentlicht habe, stelle ich deshalb zusammen, weil sie mir geeignet scheinen die ausgesprochene Ansicht hinreichend zn begründen. Ich bemerke nur noch, dass ich mich in allen diesen Fällen nur einer ganz einfachen scheerenfürmigen Schlundzange mit hinreichend langen, stark nach unten gekrümmten und recht schlanken Branchen bedient habe, dass aber eine Verbesserung an dieser Zange wimschenswerth erscheint, um sie bei allen Lagerungs- und Fixationsverhältnissen der fremden Körper gleich leicht und bequem verwenden zu können. Die Zange wurde mit der einen Hand eingeftihrt, während die andere den Kehlkopfspiegel hielt, so dass ihr Bild gleichzeitig mit jenem des zu entfernenden Körpers im Spiegel erschien.
Erster Fall.
Am 21. Februar 1364 kam ein junger Mensch in grösster Eile und Angst zu mir, um meine Hilfe wegen eines fremden Körpers in Anspruch zu nehmen, der ihm so eben beim Kaffeetrinken im Halse stecken geblieben sei und ihn fortwährend zum Husten und Erbrechen reize, sich aber trotz wiederholt eingetretenen Erbrechens und aller möglichen sonstigen Anstrengungen nicht entfernen lassen wolle.
Nachdem Patient noch angegeben hatte, dass der fremde Körper linkerseits tief im Schlunde stecken müsse, laryngoskopirte ich ihn sofort und fand richtig auf der linken Seite, an der Zungenwurzel, etwa in der Höhe der Epiglottis, einen borstenartigen Körper, dessen äusseres Ende unterhalb der linken Mandel in der Pharynxschleimhaut tief eingebohrt festsass.
Ich führte nun mit der linken Hand den Kehlkopfspiegel, mit der rechten die gekrümmte Zange ein, erreichte und fasste den borstenartigen Körper sicher mit der letzteren (indem deren Bild gleichfalls