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Ueber Entfernung fremder Körper aus dem Schlunde etc.
im Spiegel erschien und das Auge als Führer der Hand diente) , und entfernte ihn mit einem Zuge.
Die kleine Operation war — ohne die geringste Beschwerde finden Patienten — in wenigen Seeunden glücklich beendet.
Wie lange hätte man, ohne die Benutzung meiner Methode. im Schlunde dieses Patienten wohl herumgearbeitet, um schliesslich vielleicht nicht einmal den gleichen Erfolg zu erzielen ? !
Was den borstenförmigen, etwa 17 mm langen Körper selbst betrifft. so war es, wie die mikroskopische Untersuchung zeigte, das Stück einer Granne von einer Kornähre.
Zweiter Fall.
Der folgende Fall ist ganz analog dem vorhergehenden und steht auch insofern mit demselben in Beziehung, als meine frühere Mittheilung desselben im Verein praktischer Aerzte Hrn. Dr. Freibergek veranlasste mit dem 82 jährigen Patienten L. G.. Commissionär für reisende Kunstreitergesellschaften, zu mir zu kommen.
Patient hatte am 19. März 1864 ein Gericht Fische verzehrt, und dabei war ihm eine Gräte tief im Halse stecken geblieben, welche ihm unerträgliche Unbequemlichkeiten und bedeutende Schmerzen verursachte. Die sogleich vorgenommenen und auch am nächstfolgenden Tage fortgesetzten ärztlichen Bemühungen, den fremden Körper zu entfernen, blieben erfolglos. Da auch der Schlundstosser wiederholt angewendet worden war. so vermuthete man, trotz der gegenteiligen Empfindung des Patienten, dass der fremde Körper wohl schon fort sei. aber eine Verletzung und Beizung des Schlundes hinterlassen haben möge, welche ohne Weiteres heilen und verschwinden werde.
Am dritten Tage nach dem Unfall kam, wie gesagt , Herr Dr. F. mit dem Patienten zu mir. um hierüber vermittelst des Kehlkopfspiegels Gewissheit zu erhalten.
Die laryngoskopische Untersuchung wies alsbald nach, dass die Fischgräte, in Uebereinstimmung mit der Empfindung und Aussage des Patienten, allerdings noch immer vorhanden war. Dieselbe steckte mit dem einen Ende knapp über dem Kehlkopfeingang fest. während das andere Ende in horizontaler Richtung von links nach rechts etwa 6 mm hervorstand.
Durch die geringste Zusammenziehung der Seldiugmuskeln richtete sich die Gräte mit ihrer scharfen feinen Spitze aus der Ebene der Schleimhautoberfläche empor und zielte in bedenklichster Weise gegen den Kehlkopfeingang und die Innenfläche der Epiglottis. Die Ursache der fortdauernden Schlingbeschwerden und Schmerzen des Patienten