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Uetter Entfernung fremder Körper aus dem Schlunde etc.
in die Zunge eingebohrte spitze Ende des fremden Körpers aus der Tiefe des rechten Sinus glosso-epigl. hervor, wo es gänzlich versteckt gelegen hatte. Jetzt fasste ich das eben frei gewordene längere spitze Ende der Nadel und suchte dieselbe durch kräftiges Ziehen der Richtung ihrer Längsaxe und links aus der Zunge herauszubringen.
Doch auch j etzt machte sich ein so bedeutender Widerstand geltend, dass die Nadel kein Haarbreit von der Stelle rückte und in der durchbohrten einige Millimeter langen Strecke der Zungenwurzel wie festgewachsen erschien.
Ich machte nun eine etwa V4ständige Pause im Operiren und liess die Pat. ein Glas kaltes Wasser trinken. theils um der Pat. nach dem mehrere Minuten lang ohne Unterbrechung fortgesetzten Offenhalten des Mundes etwas Ruhe und Erholung zu gönnen, theils um die Sinus glosso-epigl. von den geringen Blutspuren zu säubern, welche, aus dem gezerrten Stichcanal stammend, sich daselbst angesammelt hatten.
Als ich darauf den Spiegel wieder einführte, war zu meiner Ueber-raschung gar nichts mehr von der Nadel zn sehen : wenigstens suchte ich sie vergebens an ihrem früheren Orte an der Zungenwurzel, welche sie in der Tiefe des Sinus glosso-epigl. quer durchspiesst hatte, und schon fürchtete ich. sie sei — so unwahrscheinlich es mir bei dem enormen Widerstande sein musste, welchen sie meinen Extractionsversuchen entgegengesetzt hatte — durch die Schlingbewegungen beim Trinken aus ihrer so überaus festen Verbindung mit der Zunge ganz herausgelöst und unvermerkt mit dem Wasser verschluckt worden.
Diese Befürchtung war jedoch unbegründet, denn ich fand die Nadel endlich wieder — allerdings in einer völlig veränderten Stellung. Sie war nämlich durch die Schlingbewegungen wenn auch nicht ganz frei gemacht, so doch so weit gelockert, vorgeschoben und umgelagert worden, dass sie nun aufgerichtet aus der Tiefe des rechten Sinus glosso-epigl. gegen den Arcus palato-glossus hervorragte und nur noch mit ihrem äussersten stumpfen Ende im Stichcanal der Zungenwurzel steckte. Nunmehr war es natürlich das Werk eines Augenblickes die Nadel zu fassen und mit einem leichten Zuge gänzlich zu entfernen. Es war diese Nadel wie die genauere Besichtigung zeigte eine grobe Schneider-Nähnadel. 32.4 mm lang, 0,8 mm dick, aber sehr spitz und von schwarzer Farbe.
Eingebacken in einer Semmel war also die Nadel von der Patientin verschluckt worden, dabei war die scharfe Spitze der Nadel in den linken Sinus glosso-epigl. geratken. hatte sich daselbst in die Zungenwurzel eingestochen und diese in querer Richtung durchbohrt, so dass sie im rechten Sinus glosso-epigl. wieder zum Vorschein kam. In dieser