﻿LYI.
lieber den Spiritus asper und lenis, und über die Flüsterstimme, nebst Bemerkungen zur phonetischen Transscription der Kehlkopflaute.
[Wiener akademische Sitzungsberichte LU. Bd. 48GG.]
Die Auseinandersetzungen Uber den Spiritus asper und lenis, welche ich in Max Muller's Second Series seiner berühmten »Lectures on the Science of Language«. London 1864, fand, so wie die beiläufigen Angaben von Helmholtz über die FlUsterstimme in dessen clas-sischer Schrift »die Lehre von den Tonempfindungen«, 2. Auflage, 1865. stehen mit meinen hierauf bezüglichen Beobachtungen, welche zum ersten Mal vermittelst des Kehlkopfspiegels angestellt waren (vergl. Wiener Sitzgsber. 1858, Bd. XXIX, S. 557 u.f.), nicht im Einklänge, und dies veranlasste mich, die Untersuchung nochmals aufzunehmen und die Ergebnisse derselben im Folgenden ausführlicher zu-sammenzustellen.
Bezüglich der von mir eingeführten laryngoskopischen Technik, welche auch bei dieser Revision durchgehends benützt wurde, verweise ich auf den citirten Artikel in diesen Sitzungsberichten vom Jahre 1858, so wie auf meine Brochure über den »Kehlkopfspiegel und seine Verwerthung«, Leipzig, Engelmann, 2. Auflage, 1863.1
I.
1. Beim freien, ruhigen Athmen liegen die Arvtänoidknorpel auseinandergeschlagen und unbeweglich in der sie überkleidenden Schleimhautfalte: ihre Proc, vocales sind divergirend nach vorn und
1 Siehe Nr. XLII.