﻿758 lieber den Spiritus asper und lenis, und über die Flüsterstimme etc.
Ton ohne Unterbrechung der tönenden Schwingungen in einen Ton der zweiten Art überführen, und umgekehrt.
Beim vocalischen Anlaut können wir entweder einen Ton der ersten oder einen Ton der zweiten Art erzeugen wollen. Indem nun aber die Stimmritze ursprünglich entweder offen stehen oder luftdicht geschlossen sein kann, so giebt es nothwendig vier verschiedene Fälle des Anlautes, nämlich :
as Die Stimmritze steht ursprünglich mehr oder weniger weit offen und es soll ein anlautender Vocalton der zweiten Art erzeugt werden :
b die Stimmritze steht ursprünglich offen und es soll ein Ton der ersten Art entstehen :
c) die Stimmritze ist ursprünglich luftdicht geschlossen und es soll im Vocalton der zweiten Art intonirt werden: endlich
d^ die Stimmritze ist ursprünglich geschlossen und es soll ein Ton der ersten Art zu Stande kommen.
ad a Die Stimmritze, welche entweder ganz weit offen steht oder eine zur //-Lautbildung geeignete »Enge« (s. oben: besitzen kann, muss sich behufs der Tonbildung noch weiter verengen, bis sie die zum Tönen erforderliche spaltförmige Oeftnung angenommen hat. Der eon-tinuirliche und mehr oder weniger kräftig hervorgetriebene Luftstrom wird natürlich so lange, bis nicht die erforderlichen Formen und Durchmesser der Glottis erreicht sind, an den Rändern der Stimmritze vorbeiströmen und ein schwächeres oder stärkeres Reibungsgeräusch, ein h erzeugen, welches selbst dann noch, wenn die zur Tonbildung erforderliche Enge bereits hergestellt ist, fortdauern und nicht eher aufhören wird. als bis die tönenden Schwingungen wirklich eingetreten sind. Unter diesen Umständen wird der Ton immer einem Reibungsgeräusch oder /i-Laut unmittelbar nachfolgen und so izu sagen aus demselben hervorgehen.
ad b; In diesem Falle muss die offenstehende Stimmritze vermittelst der in gegenseitige Berührung gebrachten Ary-Knorpel und Proc, vocales erst vollständig geschlossen und den Stimmbändern die Stellung und Spannung als auf- oder durchschlagenden Zungen gegeben werden, bevor der gewünschte Ton entstehen kann. Während sich die Stimmritze durch Annäherung und endliche Aneinanderlagerung ihrer Ränder sehliesst, kann der exspirative Lnftstrom wohl ein Reibungsgeräusch erzeugen, aber dieses erlischt immer mit dem vollendeten Schluss der Stimmritze und der Ton bricht merklich später und scharf von demselben getrennt hervor 's. unten ad d .