﻿766 lieber den Spiritus asper und lenis, und über die Fliisterstimme etc.
Die Consequenz erheischt es. dass wir auch die übrigen unter die Linie stellen. Hier bedürfen wir zunächst eines Zeichens für die vox
clandestina . . . .«
Bezüglich des Zeichens für das gewöhnliche h bemerkt Brücke S. 12S : »Sein Zeichen ist schon gegeben: es ist das der weit offenen Stimmritze, also der horizontale Strich unter der Linie. Scheint es unpassend. diesen isolirt stehen zu lassen, so kann man nur darüber auf die Linie das Zeichen des unbestimmten Vocals setzen . . . Denn das Zeichen des unbestimmten Vocals bedeutet ja nichts als eine Stellung der Mundtheile, bei der der Mundcanal zwar vocalisch offen ist. aber doch so wenig charakteristisch gestaltet. dass kein bestimmt ausgeprägter Vocal entsteht.«
»Wird diesem Zeichen kein Nebenzeichen unter der Linie mitgegeben. so hat es, wie dies für alle übrigen Zeichen auf der Linie gilt, selbstredend den Ton der Stimme und ist nur der unbestimmte Vocal : wird ihm der horizontale Strich, das Zeichen der erweiterten Stimmritze mitgegeben, so ist es // . . . u. s. w.«
Nach meinen laryugoskopischen Untersuchungen kann ich nun hiermit nicht Ubereinstimmen.
Nicht dem h. bei welchem ja die Stimmritze eine »Enge« bildet. wohl aber dem einfachen Hauch, wie ich ihn oben vgl. I. Nr. 1 und 2 charakterisirt und beschrieben habe, entspricht diese Transscription. und muss ihm. als dem einfachsten Lautelement reservirt bleiben.
Für das h bedarf es darum aber keines neuen Zeichens. indem Brücke bereits ein besonderes Zeichen für die Fliisterstimme angenommen hat. Dieses Zeichen kann gleichzeitig das Zeichen für h abgeben. Ja. bei der absoluten Identität des Geräusches der verschiedenen Abstufungen der Fliisterstimme mit den verschiedenen Graden der Keibungsgeräusclie des Kehlkopfes respective der Stimmritze , welche das Wesen der /(-Laute ausmachen, dürfen und können sie sogar keine verschiedenen Zeichen erhalten.
Dagegen erscheint es gerechtfertigt und nothwendig, dieses eine Zeichen irgendwie quantitativ abzustufen, um die leisen und sanften von den lauten und rauhen Reibungsgeräuschen zu unterscheiden.
Offenbar würden sich hierzu Hilfszeichen eignen, welche über der Linie, in einer Reihe mit jenen für die Accente und den Hiatus stehen könnten, weil sie sich wenn auch nicht ausschliesslich wie diese auf den Exspirationsdruck beziehen.