Ueber den Spiritus asper und lenis, und ber die Fitisterstimnie etc. 763

haben den Ton der lauten oder das Reibungsgerusch der
Flsterstimme, denn auch beim Flstern unterscheiden wir p von b,
t von d, k von g etc. Bei dieser Gelegenheit kann ich schliesslich die
folgenden Bemerkungen nicht unterdrcken.
	Unter jene Gegenstnde der Physiologie der Sprachlaute, ber
welche, nachdem sie bereits durch genaue Untersuchungen hinrei-
chend aufgeklrt worden sind, immer wieder von Zeit zu Zeit irrthllm-
liche Meinungen und verwirrende Missverstndnisse vorgebracht wer-
den, gehrt auch der Unterschied zwischen Tennes und ilediae.
	So hat BRCKE in seinen Grundzgen der Phys. und System. der
Sprachlaute Wien I S56, diesen, allerdings schon lange vor ihm richtig
erkannten Unterschied grndlich und auf's Klarste auseinandergesetzt
und erst krzlich hat sich auch HELMHOLTZ (a. a. 0.) in gleichem Sinne
hierber ausgesprochen.
	MAX MLLER citirt nun zwar HEIinoLTz's Stze in extenso, allein
eine sptere Stelle seines Buches beweist, dass er den fraglichen Un-
terschied nichts desto weniger unrichtig aufgefasst hat.
	A. a. 0. 5. 141 heisst es nmlich: Surd and sonant are apt to mis-
lead; for both p and b are classed as mutes it is difficult to see how a mute
letter could be sonant. Some persons have been so entirely deceived by the
term sonant, that they imagined all the socalied sonant letters to be neces-
sarily pronounced with tonic vibrations of the chordae vocales. This is
physically impossible; for if we really tried to intone p or b, we should
either destroy the p and b, or be suffocated in our attempt at producing

	Both p and b, as far as tone is concerned, are aphonons or mute.
But h differs from p in so far as, in order to pronounce it, the breath is 
for
a moment checked by the glottis just as it was in pronouncing v instand
of
	Die directe laryngoskopische Untersuchung wrde auch hier, wo
es sich um Ermittelung des Verhaltens der Stimmritze handelt, das
Mittel darbieten, alle Controversen in Zukunft abzuschneiden und die
Zweifel ein fr allemal zu erledigen.
	Da aber die Articulation der Laute die Einfhrung des Kehl-
kopfspiegels und das Sehen durch den Mund unmglich macht, so ist
das gewhnliche laryngoskopische Verfahren hier nicht anwendbar,
und ich schlage deshalb einen anderen Weg der Untersuchung vor,
welcher zum Ziele fhren muss, sobald sich nur eine passende Gele-
genheit finden wird, denselben zu betreten.
Bekanntlich ist es mir schon 1S59 gelungen vgl. Der Kehlkopf-
