﻿lieber den Spiritus asper und leuis, und über die Flüsterstimme etc. 751
aussen gerichtet und halten die Stimmbänder, welche sich dabei gegen die Seitenwände des Kehlkopfes zurückziehen und abflachen, weit von einander entfernt : die Stimmritze bildet eine grosse, vorn zugespitzte, hinten stumpf abgerundete Oeffnung, deren grösster Querdurchmesser in die Gegend der Spitzen der Proc, vocales fällt (vgl. a. a. 0. Taf. 23, Fig. 1, 2 und 7).
Je nachdem man den Umfang der Respirationsbewegungen mindert oder steigert, strömt die Luft entweder vollkommen geräuschlos ein und aus, oder sie bewirkt, indem sie sich an den unregelmässig gestalteten Wänden der offen stehenden Luftwege reiht und stösst, ein Geräusch von schwächerer oder stärkerer Intensität.
Findet das verstärkte Athrnen durch den geöffneten Mund statt, so hört man ein einfaches schwächeres oder stärkeres H a u c h e n : wird der Mund geschlossen und strömt die Luft nur durch die Nase aus und ein. so nimmt das hauchende Geräusch einen etwas anderen — und zwar nasalen — Timbre an, und geht in ein Schnaufen über: in beiden Fällen ist die akustische Färbung des Inspirationsgeräusches von jener des Exspirationsgeräusches merklich verschieden.
Das hei unverengter Stimmritze hauptsächlich durch den deutlich fühlbaren Anfall der Luft gegen die Wände der Mund- und Nasenhöhle entstehende Exspirationsgeräusch ist als der einfache Ausdruck der Resonanz des Luftcanals, als das erste und einfachste, qualitativ charakterisirte Lautelement zu betrachten, und ich will es desshalb mit einem besonderen Namen belegen und als den » e i n f a c h e n H a u c h « bezeichnen.
2. Dieses Geräusch ist, wie auch Max Müller (Second Series. S. 127 ganz richtig hervorhebt, noch nicht unser Sp rach laut h oder Spiritus asper.
Es unterscheidet sich von letzterem. trotz aller sonstigen Verwandtschaft, sowohl durch seine akustische Färbung, als durch seine Bildungsweise.
Um den einfachen Hauch in ein h zu verwandeln, ist nämlich eine besondere Intention erforderlich. Die hierbei willkürlich eingeleiteten Veränderungen beschränken sich jedoch nicht blos — wie Max Müller irrthümlich meint — auf eine Vergrösserung des Exspirationsdruckes und auf die Hebung des Gaumensegels, dessen Afcus phunjngo-palatini zugleich gegeneinander gezogen werden, sondern sie beziehen sich, wie ich a. a. 0. zuerst direct nachwies und bildlich darstellte (vgl. Taf. 23. Fig. 3, 6 und 8) auch auf die Anordnung der Kehlkopftheile selbst, und darin — nämlich in der willkürlichen Bildung einer «Enge« im Kehlkopf (resp. in der