﻿752 Ueber tien Spiritus asper und lenis, und über die Fliisterstiinme etc.
Stimmritze) — liegt eben der wesentliche Unterschied zwischen den eigentlichen /(-Lauten, welche Intensität und Färbung dieselben auch besitzen mögen, und dem einfachen Hauch, bei welchem die Luft ganz frei durch die unverengte Stimmritze hervorströmt.
3. Der Kehlkopfspiegel zeigt nämlich, dass allemal in demselben Augenblicke, wo wir einen /(-Laut hervorbringen wollen, die während der Bildung des einfachen Hauches weit auseinandergeschlagenen Arytänoidknorpel sich in der sie einschliessenden Schleimhautfalte erheben, sich mit ihren inneren Flächen und mit den Spitzen der Proc. vocales der Medianlinie zu nähern beginnen, so dass auch die Stimmbänder stärker vorspringend gemacht und gegeneinander gezogen werden ; die Stimmritze btisst ihre weite zugespitzt-eiförmige Gestalt ein und verwandelt sich in eine engere oder weitere spaltförmige Oeffnung.
Was die unmittelbare laryngoskopische Anschauung mit zweifelloser Gewissheit lehrt, wird durch die subjective Empfindung und durch die Auscultation des Kehlkopfes bestätigt.
Ist man aufmerksam auf sich selbst, wenn man vom völlig geräuschlosen Athmen ausgehend, den einfachen Hauch hervorbringt, so wird man finden, dass dazu wesentlich nichts anderes erforderlich ist als eine Verstärkung des Exspirationsdruckes; will man hingegen ein deutliches h aussprechen, so wird man wahrnehmen, dass man nicht nur den Exspirationsdruck verstärken, sondern dass man auch zugleich eine Veränderung im Kehlkopf vornehmen muss ; man fühlt dies ganz deutlich an einer Art Druck oder Spannung, welche unter diesen Umständen in der Kehle entsteht.
Das Auscultiren des Kehlkopfes kann man am bequemsten vermittelst eines etwa 18" langen Kautschukschlauches an sich selbst oder an Anderen vornehmen, indem man das eine Ende desselben sich in’s Ohr steckt, das andere mit einen Glastricliterchen versehene Ende auf den zu auscultirenden Kehlkopf aufsetzt. Beim völlig geräuschlosen Athmen hört man natürlich gar nichts, so wie aber der einfache Hauch oder ein h hervorgebracht wird, hört man sofort ein Geräusch.
Dasselbe ist jedoch in beiden Fällen deutlich verschieden: im ersten Falle erscheint es mehr unbestimmt, so zu sagen diffus : im zweiten Falle hingegen entschieden localisirt — in der im Kehlkopf gebildeten »Enge«.
So wie sich nämlich die Stimmritze zu verengern beginnt, so findet die durchströmende Luft an den einander genäherten Bändern derselben einen Widerstand und erzeugt daselbst ein besonderes Reibungsgeräusch, welches zum einfachen Hauch, der bei