774 Zwei Beobachtungen ber die sogenannten Mange-Bewegungen etc.
mit dem stets gleichen auffallenden Erfolg. Dies ist desshalb bemerkens-
werth, weil sich das Thier an diesem Tage bereits ziemliche Strecken
geradeaus nach vorn, ja einigemale sogar nach rechts fortbewegt
hatte, die ab s 01 at e Unmglichkeit, anders als in Kreisbahnen nach
links sich fortzubewegen, also schon verschwunden war. Nachdem ich
mich berzeugt hatte, dass die Erhhung der Sensibilitt auf der ver-
letzten) rechten Seite, besonders am Kopfe, fortdauerte, tdtcte ich
das Thier an diesem Tage mit Strychnin, um das Gehirn herauszuneh-
men und untersuchen zuknnen.
	Die am 8. Mrz vorgenommene anatomische Untersuchung des
in Spiritus erhrteten Gehirns, dessen Hemisphren von hinten nach
vorn 26 mm maassen, ergab, dass die Verletzung rechterseits das Dach
des Seitenventrikels, den Sehhgel, den Hirnschenkel, das Thber
cinereurn und den N. oculomotorius betroffen hatte, indem der Stich in
der Richtung von oben, vorn und rechts, nach unten, hinten und links
gegangen war.
	Der Anfang des Stichcanals fand sich in Form eines rundlichen
Loches mit eingerissenen Rndern an der Oberflche der rechten He-
		B		A			misphre 11,6 mm von dem
							hinteren Rande derselben,
							und 4 mm nach aussen von
							der Medianebene. Die Fort-
			/				setzung des Sticheanals traf
						8	den Sehhgel, die spaltfr-
-				--s		mige Oeffnung lag 2,3 min
							nach rechts von der Median-
							ebene undetwas nher gegen
-1							den Rand der Furche zwi-
	j [
			47
				sehen Seh- und Streifen-
				hgel, als gegen den vor-
	Fig. Ii. Skizze des Gehirns vom Kaninchen Nr. 2. auch-			deren Contour der 
Vierhgel,
		stabenerklrung wie oben bei Fig. I.
				vgl. Fig. II, A. Das Ende
des Sticheanals, eine quere Spalte von 2,7 mm Ausdehnung, befand
sich auf der Basis des Gehirns rechts unmittelbar neben der Median-
linie und 2,5 mm von dem vorderen Rande des Pons, so dass die rechte
Hlfte des Tuber cinereum und die angrenzende Parthie des Hirnschen-
kels durchtrennt waren. Nach vorn, knapp neben dem usseren Ende
der Stichspalte, war noch eine kleine Verletzung im Hirnschenkel vor-
handen, vgl. Fig. II, B, was sich durch die Hebelbewegungen erklrt,
welche bei der Operation mit der Staarnadel ausgefhrt worden waren,
um das Ende des Sticheanals zu erweitern.
