﻿770 Zwei Beobachtungen über die sogenannten Manège-Bewegungen etc.
/'une de l’autre, sur une même moitié de l'encéphale peuvent faire tourner l'une du côté lésé, l'autre du côté opposé. De plus, j’ai trouvé qu'une même lésion peut causer d'abord le roulement d'un côté, puis le tournoiement de l’autre«. A. a. 0. befindet sieh eine kleine Tabelle über die Hirntheile, welche nach einseitiger Verletzung Drehung nach derselben oder nach der entgegengesetzten Seite bedingen.
Der Mangel an Bestimmtheit in diesen Angaben ist gross, und da überdies nicht ersichtlich ist. in wie weit die Folgen der verschiedenen Verletzungen constant sind, so bleibt, wie gesagt, nichts anderes übrig, um hier ins Beine zu kommen. als neuerdings möglichst zahlreiche einzelne Fälle genauer zu beobachten und zusammenzustellen.
Der so zu sagen statistische Werth jeder brauchbaren Einzelbeobachtung rechtfertigt deren ausführliche Veröffentlichung, ohne Rücksicht darauf, dass sie vielleicht lediglich eine specielle Bestätigung allgemeiner Angaben anderer Experimentatoren ist — denn liier handelt sich’s zunächst eben um das Specielle.
Von diesem Gesichtspunkte aus nehme ich keinen Abstand, meine beiden Beobachtungen hier mitzutheilen.
Behufs der Demonstration der Manège-Bewegungen in meinem im verflossenen Wintersemester abgehaltenen Experimental-Cursus operirte ich 22. Februar an zwei Kaninchen in folgender Weise.
Bei beiden Thicren spaltete ich zunächst die Kopfhaut der Länge nach, um die Schädeldecke mit ihren Fällten blosszulegen. welche die Orientirung über den Ort und die Richtung des Einstiches wesentlich erleichtern : dann durchbohrte ich mit einer kurzen, starken Stahlspitze den vorderen oberen Winkel des rechten Scheitelbeines an einem Punkte, welcher von der Pfeil- und Kranznaht etwa gleich weit 2—4 mm; entfernt war: und endlich senkte ich eine sehr feine scharfe Staarnadel, deren schneidende Ränder nach rechts und links gerichtet waren, durch die nur unbedeutend blutende Knochenwunde tiet ins Gehirn ein. um jene Theile zu treffen, nach deren Verletzung die Manege-Bewegungen auftreten. Bei Kaninchen Fo. 1, welches ein junges kleines Thier wav, gab ich der stechenden Fadel eine etwas nach vorn und aussen geneigte Richtung und zog sie sofort, nachdem sie die Basis des Gehirns erreicht haben musste, wieder in derselben Richtung heraus: während ich die Fadel bei Kaninchen Fo. 2. einem grossen alten Thier«, in schräger Richtung nach hinten und innen bis auf die Schädelbasis einstach, und. nachdem ich ihre Berührung mit dem Schädelknochen deutlich wahrgenommen hatte, leise hebelartig nach rechts und links bewegte, um das untere Ende des Sticheanals