Zwei Beobachtungen ber die sogenannten Mange-Bewegungen etc. 773

sondern war nach 1 in ks -zusammengekrmmt . und der Kopf stand
etwas verdreht auf dem nach links gebogenen Halse, so dass die
Schnauze nach hinten und etwas nach oben, der Scheitel nach vorn
und etwas nach unten geneigt war.
	Die rechte Angenlidspalte war halb geschlossen, das rechte Auge
selbst starr nach oben und hinten gedreht.
	Aufgescheucht bewegte sich das Tier in einem beraus engen
Kreise nach links, so dass es sofort wieder auf den Ausgangspunkt
zurckkam und die enge Kreisbahn, deren halbe Lnge das nach links
zusammengebogene Thier ganz einnahm, gar nicht verlassen konnte.
	Die Manege-Bewegung erfolgte also in diesem Falle nach der u n -
verletzten Seite hin.
	Am folgenden und an den nchsten Tagen verschwand die ver-
drehte Stellung des Kopfes und die nach links gekrmmte Haltung des
Thieres immer mehr und mehr, und bald endlich so vollstndig, dass
in dieser Beziehung zwischen dem sich selbst berlassenen ruhig da-
sitzenden operirten Thiere und einem gesunden Kaninchen kein Unter-
schied zu bemerken war; trotzdem aber hrte die Unmglichkeit, anders
als in Kreisbahnen nach links sich fortzubewegen, nicht auf, nur
vergrsserte sieh allmhlich der Durchmesser der beschriebenen Kreise.
	Die Sensibilitt war auf der Seite der Verletzung, also auf der
rechten Seite, namentlich am Kopfe, entschieden grsser als auf der
linken.
	Die starre Verdrehung des rechten Auges hinter der halbgeschlos-
senen Lidspalte blieb ganz unverndert.
	8-10 Tage nach der Operation konnte das Thier den Kopf aus
freiem Antrieb nach rechts beugen, mit beiden Vorderpfoten in glei-
cher 'Weise die Nase putzen, wenn dieselbe mit Essigsure betupft
worden war, ja sogar den ganzen Krper so weit nach rechts zusam-
menhiegen, dass es sich mit der rechten Hinterpfote am Kopfe kratzen
konnte; - nichts destoweniger lief es, aufgescheucht, ii n ab nder -
lich in Kreisbahnen nach links; ja versuchte man das Thier aus
einem Winkel des Zimmers herauszujagen, in den es so hineingesetzt
worden war, dass seine linke Krperseite knapp an der Wand stand,
whrend der Kopf nach dem Winkel sah, so lief das Thier n i em als
von der offenen rechten Seite hinaus, sondern stets auf der linken,
indem es den Kopf so lange zwischen die Wand und seine linke Seite
hineinbohrte, bis es sieh von der Wand losgearbeitet und nach links
umgedreht hatte Dieser Versuch wurde fast tglich mehre Male an-
gestellt und gelang ausnahmslos. Noch am 7. Mrz (13 Tage nach
der Operation wiederholte ich den Versuch mehrmals, und noch immer
