	Beschreibung einiger Vorrichtungen zu physiologischen Zwecken,	797

endlich der Stift (Fig. 3, at), dessen stumpfe Spitze bis in die Hhlung
des Zapfens z) reicht, wenn die als Handhabe dienende runde Platte
(p) seiner Basis auf den Rand von a stsst.
	Angelegt wird der beschriebene, zangenartige Kopfhalter, indem
man ihn geffnet so weit ber die Schnauze des Thieres schiebt, dass
der Querstab des einen Bgels (Fig. 3, o) auf die Stirne zu liegen
kommt, whrend der Querstab des andern (Fig. 3, ii) den Unterkiefer
unmittelbar vor jenen Hckern berhrt, welche am hinteren Ende sei-
nes unteren Randes deutlich zu fhlen sind 1).
	Whrend man nun mit der linken Hand die Querstangen der Bit-
gel gegen Stirn und Unterkiefer andrckt, schlgt man mit der rechten
die Schraube (a) in den Spalt (ap) empor, und schraubt die geflgelte
Mutter (am) vorlufig nur so weit herunter, dass sic aus der kreis-
frmigen Vertiefung auf der obern Flche der den Spalt begrenzenden
freien Schenkelenden (k, Ii') nicht mehr hcrausgleitcn kann.
	Ist das geschehen, dann fhrt man - ohne den Druck mit der
Linken aufzugeben - den Stift at) durch das erste rhrenfrmige
Axenlagcr (a, i') und hinter den aneinandcrschlicsscndcn Nagezhnen
quer durch den Mund bis endlich die Spitze durch das Loch (v') das
zweite Axenlager passirt und in dem hohlen Zapfen 1z) fcsts.itzt 2).
Jetzt bleibt nur noch die Flgelschraube (am) vollends festzuzie-hen und die 
Sache ist bei einiger Uebung in wenigen Secundcu gethan.

	Ich habe wohl daran gedacht, die mit der Stirn und dem Unterkiefer in Be-
rhrung kommenden Querstbe der Bgel polstern zu lassen, doch habe ich wegen
der notorischen Unempfindlichkeit der Kaninchen bisher keine Veranlassung ge-
habt die Polsterung ernstlich zu vermissen.
	2 Eine weitere Befestigung des Stiftes als die vermittelst Reibung ist ganz
berflssig. Ich hatte frher einen Bayouuetversclmluss zwischen der Rhre e 
und
der Basis des Stiftes anbringen lassen, doch hin ich lngst aus umehr als 
einem
Grunde davau abgekommen. Beilufig sei hier bemerkt, class beim Einschieben
des Stiftes das Vorfallen der Mundwinkel, der Wangen und Lippen zuweilen 
recht
hinderlich werden kann, selbst wenn man diese Theile an den Haaren. aus dem
Wege zu ziehen bemht ist. Will man dieses Hinderuiss von vorne herein besei-
tigen, so kann man vor Anlegung des Kopfimalters ein dickwandiges Holz- oder
Metallrhrchen, dessen Enden ans dem Mund beiderseits hervor stehen, hinter 
die
Nagezhne einlegen; natrlich geht dann der Stift leicht durch. Die Einlegnug
eines solchen Holz- oder Metallrhrehens ist eine -- meist entbehrliche 
Bequem-
lichkeit; sie wird aber zu einer Nothwendigkeit, wenn mau sieh berzeugt, 
dass,
wie es zuweilen vorkommt, die untern Nagezhne nicht hoch genug hinter die
obern hinaufreichen und auf dieselben sich sttzen, so dass der Stift nur 
wider die
untern Zhne drckt. In diesem Falle kann es nmlich geschehen, dass bei sehr
heftigen Befreiungsversuchen des Thieres die untern Zhne pltzlich nachgeben
und den einfachen Stift ohne Hilfsrhrchen durchrutschen lassen!
