﻿lieber Schopenhauer’s Theorie der Farbe.
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Vollends zu entschuldigen ist aber der Physiker, dass er ein solches Buch sofort zuschlägt und ungelesen für immer aus der Hand legt, wenn er heim flüchtigen Durch blättern eine der überaus zahl-r eichen Stellen findet, wie etwa die folgende 1. c. S. 88): »Uebrigens hat man sich nicht blos vor der Theorie dieser modernen Newtox’-sclien Chromatologen zu hüten, sondern wird wohlthun, auch bei den Thatsachen und Experimenten zwei Mal zuzusehen.
»Da sind z. B. die F R A u x H o F e R ' s e h e n Linien, von denen so viel Wesens gemacht worden ist und angenommen wird, sie steckten im Lichte selbst, oder wären die Zwischenräume der gesonderten, äusserst zahlreichen . eigentlich homogenen Lichter, wären daher auch anders beschaffen, je nachdem es Licht der Sonne, der Venus, des Sirius, des Blitzes oder einer Lampe sei. Ich habe mit vortrefflichen Instrumenten wiederholte Versuche ganz nach Pöuillet’s Anweisung gemacht, ohne sie je zu erhalten: so dass ich es aufgegeben hatte, als mir zufällig die deutsche Bearbeitung des Pouillet von J. Mült.ek in die Hände fiel. Dieser ehrliche Deutsche sagt aus , was Pouillet weislich verschweigt, nämlich, dass die Linien nicht erscheinen, wenn nicht eine zweite Spalte unmittelbar vor dem Prisma angebracht wird. Dies hat mich in der Meinung, welche ich schon vorher hegte, bestätigt. dass nämlich die alleinige Ursache dieser Linien die Bänder der Spalte sind: ich wünsche daher, dass Jemand die Weitläufigkeit nicht scheuen möge, ein Mal bogenförmige oder geschlängelte, oder fein gezahnte Spalten verfertigen zu lassen, wo dann höchstwahrscheinlich die FKAUNHOFERschen Linien, zum Skandal der gelehrten Welt, ihren wahren Ursprung durch ihre Gestalt verrathen werden, — wie ein im Ehebruch gezeugtes Kind, durch die Aelinliclikeit, seinen Vater.«
»Ja, dies ist um so wahrscheinlicher, als es ein ganz gleiches Be-wandniss hat mit dem von Pouillet angegebenen Experiment, durch ein kleines rundes Loch das Licht auf eine weisse Fläche fallen zu lassen, wo dann in dem sich darstellenden Lichtkreise eine Menge con-centrischer Binge sein sollen, die mir ebenfalls ausgeblieben sind und von denen ebenso der ehrliche Müller uns eröffnet, dass ein zweites Loch, vor dem ersten angebracht, dazu erfordert ist, ja hinzusetzt, dass wenn man statt dieses Loches, eine feine Spalte anwendet, dann statt der concentrischen Binge parallele Streifen erscheinen. Da haben wir ja die FRAUxuoFER Schen Linien !«
»Ich kann nicht umhin, zu wünschen, dass ein Mal ein guter und unbefangener Kopf. ganz unabhängig von der Ke WTOx'schen Theorie und den mythologischen Aethersehwingungeu, die gesummten von den französischen Optikern und dem Fraunhofer hoch aufgehäuften.