832 	Der elektrische Doppelhebel.
von MAREY) mit einer Stahlschneide versieht und vermittelst dieser
gegen die untere Kante des  prismatischen Fortsatzes wirken lsst.
	Stahlschneide und Kante sind ber Kreuz zu stellen und berhren
sieh daher nur in einem Punkte. Indem durch die fein regulirb are
Spannung der Relaisspiralfeder') F (Fig. 5 C und Fig 6 A) der pris-
matische Fortsatz continuirlich, und mit beliebiger Festigkeit gegen
die Stahlschneide angedrekt wird, so ist eine Unterbrechung der
innigen punktfrmigen Berhrung beider Bestandtheile ausgeschlossen
und die exaete Uebertragung der Bewegung auf den primren Hebel
unter allen Umstnden gesichert. Zugleich ist hierbei eine Vergrsse-
rung der ursprnglichen Bewegung mglich, denn je nher der Be-
rhrungs- und Angriffspunkt an der Kante des prismatischen Fort-
satzes der Umdrehungsaxe, I, liegt, je lnger dagegen zugleich die
Contaethebel sind, d. h. je weiter von der Umdrehungsaxe entfernt,
die Schliessung und Lsung des elektrischen Contactes stattfindet,
desto strker muss die Vergrsserung der bertragenen Bewegung sein,
welche am Contactpunkte der Hebel stattfindet.
	Sind die Excursionen, welche die ursprnglich bewegten Theile
machen, gross, wie bei den Athembewegungen, so kann man bei der
Uebertragung auf eine Vergrsserung derselben verzichten; ja es kann
unter Umstnden vortheilhafter werden, eine Verkleinerung derselben
zu bewirken. Zu diesem Ende braucht man nur auf den prismatischen
Fortsatz ein Verlngerungsstbchen aufzustecken und zu befestigen
und das freie Ende desselben vermittelst der Feder F gegen die Stahl-
schneide zu pressen oder durch Gelenke mit den bewegten Theilen zu
verbinden. 2) Der Spielraum zwischen den Spitzen der Contact- und
der Gegenschraube muss natrlich entsprechend verkleinert werden.








	1 Solcher Spiralfedern muss man mehrere von verschiedenen Widerstands-
graden haben, um die dem Zwecke entsprechendste aussuchen und einhngen zu
knnen. Zuweilen kann man sie ganz entbehren.
	2 Beilufig will ich hier angeben, dass ich schon vor mehreren Jahren, ver-
mittelst meiner lteren elektrischen Doppelhebel die Bewegungen der Minna-
noapn"schcn Herznadel in der zuletzt erwhnten Weise auf den primren Hebel
bertragen und sehr genau rcgistrirt habe. Zu diesem Ende hatte ich einen 
steifen
Strohhalm einerseits mit dem freien Ende der Herznadel, andererseits mit dem
primren Hebel selbst der Contactvorrichtung welche damals keinen prismati-
sehen Fortsatz besass, gelenkig verbunden und horizontal gestellt, whrend 
der
primre Hebel an seiner Axe nach unten hing und, da er dieselbe Lnge hatte 
wie
das freie Ende der Herznadel, und ursprnglich parallel zu diesen, 
eingestellt
wor-
den war, die durch die In- und Exspiratiou bedingten 
grosscuNciguugsndcruugcn
der Herznadel genau mitmachte, ohne jedoch in der exactcn Markirung der Puls-
schlge gehindert zu werden. - Diese Neigungsnderungen der Herznadel in
