828 	Der elektrische Doppelhebel.

	Im Mittelpunkt der einen Langfiehe sitzt ein starker eylin-
driselier Dorn, D vermittelst welches die ganze Vorrichtung an einem,
dem speeiellen Zwecke der Verwendung entsprechenden Trger be-
festigt werden kann.
	Eine mit der ersten rechtwinkelig zusammenstossende zweite
Langflache des Hartgummiprisma's besitzt eine vertiefte 4eckige Stelle
(Fig. 5 A, von vorn 6, a, p1 v; B, von oben 6, a zu sehen), und in diese
ist eine Messingplatte (Ii"', Fig. 4, Fig. 6) eingelassen, welche in zwei
parallele senkrecht nach unten frei vorstehende Arme (11', 11") aus-
luft. Die ussersten Enden dieser Arme tragen feine Sehrubehen,
zwischen deren nach innen gewendeten Spitzen eine horizontale Me-
tallaxe II, Fig. 4 A von vorn, C in seitlicher Projection) mit grsster
Leichtigkeit sieh drehen lsst. Die eine Hlfte (p) der Metallaxe II
hat die Gestalt eines vierkantigen Prisma von quadratischer Basis, auf
dessen oberer freier Flche vermittelst einer Schraube ein Metall-
stbehen befestigt werden kann, wovon spter. Die andere Hlfte )c)
dieser Axe ist genau cylindrisch, und glatt polirt. Auf dieser glatten
Hlfte schleift das freie untere Ende eines zarten langen Metallfeder-
ehens, (F' Fig. 4 A von vorn, B von der Seite, dessen oberes Ende
an der, dem Hartgummiprisma zugewendeten Flche der Messingplatte,
(IF") befestigt ist. Die Schraube )2 Fig. 4) erlaubt das zarte Metall-
federehen mehr oder weniger zu spannen oder ganz abzuspannen, wo-
durch der Druck, mit welchem es auf der eyliudrisehen Hlfte )c) der
Axe II schleift - und demgemss der Grad der Reibung, mit welcher
die Axe bei ihrer Drehung zwischen den Spitzen geht, beliebig gestei-
gert oder vermindert, ja endlich ganz aufgehoben werden kann. Wei-
ter oben als diese Stellschraube zur feinen Regulirung des Reibungs-
federehens befindet sieh ein zweites Sehrnbehen (2' Fig. 4), das zur
Anklemmung des hakenfrmig umgebogenen und plattgeschlagenen
Endes eines Poldrahtes dient.
	Smrntliehe bisher beschriebenen Bestandtheile beziehen sieh auf
den mit einem Minimum von Reibung drehbaren seeundren Hebel un-
serer Vorrichtung, welcher durch das vorerwhnte spter zu beschrei-
bende Metallstbehen dargestellt wird.
	Der primre Hebel, welcher ebenfalls ans einem Metallstbehe
besteht, wird an eine zweite Axe (I Fig. 5, Fig. 6) angeschraubt.
Diese dreht sieh mit usserster Leichtigkeit zwischen den Spitzen fei-
ner Sehrubehen, hat aber eine verwickeltere Gestalt, als die Axe 'II)
des seeundren Hebels.

Sie ist nur an dem einen Ende (r), auf wenige Millimeter, genau
