﻿Nachweis echter hypnotischer Erscheinungen bei Thieren.
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gelassen haben konnte, bei der geringsten Veranlassung wieder in denselben zu verfallen : dcoh ist nicht zu übersehen, dass allerdings das Erwachen aus dem ersten Regungslosigkeitszustand, die Flucht und das Wiedereingefangenwerden dazwischen liegen.
2. Aehnliche Versuche, wo es sich anscheinend zunächst auch n u r um einen Eindruck auf die Hautnerven und um die sanfte Gewalt handelt, welche man den geängstigten Thieren anthut, indem man sie bezwingt und festhält, habe ich an den verschiedensten kleinen Vögeln, wie Stieglitzen, Zeisigen, Canarienvögeln, Rothkehlchen u. s. w. angestellt. Mir hat der hiesige Thiergartenbesitzer Herr Geupcl-Wliite mit zuvorkommendster Bereitwilligkeit sein reiches Material an in- und ausländischen Vögeln zur Disposition gestellt, wofür ich ihm hiemit meinen besten Dank öffentlich ausspreche.
Bei der Lebhaftigkeit dieser kleinen Geschöpfe sind diese Versuche besonders auffallend und überraschend.
Vielen Vogelliebhabern ist die Thatsaehe bekannt, dass diese Thierclien kürzere oder längere Zeit regungslos liegen bleiben und keinen Versuch machen zu entfliehen, nachdem man sie einfach mit etwas nach hinten übergebeugtem Kopfe sanft auf den Rücken gelegt und kurze Zeit in dieser Lage festgehalten hat und dann ganz frei lässt !
Ich stellte den Versuch in der Art an, dass ich den Leib des auf den Rücken gelegten Vögelchens mit der einen Hand festhielt, während ich den etwas nach hinten übergebogenen Kopf von beiden Seiten her zwischen Daumen und Zeigefinger der anderen Hand fasste.
Aber auch in sitzender Stellung, den etwas nach hinten übergebogenen Kopf zwischen den an die Ohrgegend angelegten Daumen und Zeigefinger sanft festhaltend, versetzte ich die Vögelchen in jenen eigenthümlichen Zustand der Stupidität und Willenslosigkeit ; dabei behielten sie die Augen oft ganz offen, zuweilen aber schlossen sie^dieselben und jener Zustand ging augenscheinlich in gewöhnlichen Schlaf über.
Ich habe wiederholt gesehen, dass Vögelchen, die beim Loslassen der haltenden Finger ganz frei mit offenen Augen regungslos sitzen geblieben waren, allmählich die Augen schlossen und einschliefen, das Gleichgewicht verloren, darüber momentan erwachten, sich aber wieder zurecht setzten und fortschliefen, bis sie endlich, nach einem Zeitraum von 15 Minuten und mehr seit dem Loslassen und Entfernen der haltenden Hände, völlig erwachten und fortflogen.
Manchmal habe ich ein Vögelchen auch nur in einer Hohlhand gehalten und das hervorstehende Köpfchen mit der Spitze des an die