	Nachweis echterhypnotischer Erscheinungen bei Thieren.
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mit unverwandtem Blick und concentrirter Aufmerksamkeit fixiren,
beobachtet werden.
	Es ist bekannt, dass im Jahre 1841 M. BRAID, ein schottischer in
Manchester etahlirter Chirurg, welcher den ffentlichen Sehanstellun-
gen des Magnetiseurs LAFONTAINE beigewohnt hatte, zuerst auf die
Idee kam, Versuche anzustellen, nm die Haltlosigkeit jener Theorie
nachzuweisen, nach welcher die hervorgerufenen sog. magnetischen
Zustande durch die Uebertragung eines vom Operateur ausstrmenden
geheimuissvollen Princips auf das zu magnetisirende Individuum be-
wirkt sein sollten. BRAID'S Versuche beweisen aufs klarste, dass ganz
hnliche schlafartige Zustnde, ohne alle Intervention eines sog.
Magnetiseurs und seiner Manipulationen von den betreffenden Ver-
suchsindividuen selbst willkrlich hervorgerufen werden knnen,
indem sie einen beliebigen leblosen Gegenstand durch lngere Zeit mit
gespannter Aufmerksamkeit und unverwandtem Blick fixireu. Nach
BRAID'S Bericht hatten sich z. B. bei einer Gelegenheit, in Gegenwart
von 800 Zuschauern , zehn von vierzehn erwachsenen Mnnern durch
dieses einfache Verfahren in hypnotische Zustnde versetzt.
	Alle hatten den Versuch zu gleicher Zeit begonnen; die einen,
indem sic die Augen auf einen an ihrer Stirn vorspringend befestigten
Kork richteten, die anderen, indem sie mit ihrem Blick beliebig ge-
whlte Punkte im Versammlungslocal fixirten. Schon nach 1 0 Minuten
hatten sich die Augenlider dieser zehn Personen unwillkrlich ge-
schlossen.
	Bei einigen blieb dabei das Bewusstsein erhalten, andere waren
in Katalepsie und vollstndige Unempfindlichkeit gegen Nadelstiehc
verfallen, Andere endlich wussten beim Erwachen von allem, was
whrend ihres Schlafes geschehen war, absolut nichts. Ja noch mehr,
drei Personen aus der Zuhrerschaft fanden sich ebenfalls eingeschla-
fen, indem sie ohne Wissen Braid's das angegebene Verfahren befolgt
hatten, welches einfach darin bestand, den Blick starr auf einen Punkt
im Versammlungslocal zu richten.
	BRAID's Versuche fanden nicht jene bleibende Beachtung, welche
sie verdienten, was sieh jedoch aus ihrer unliebsamen Verquickung
mit dem Mesmerismus hinreichend erklren drfte, obschon gerade je-
ner LAFONTAINE, dessen magnetische Vorstellungen fr BRAID die
erste Veranlassung zu seinen Untersuchungen waren, nicht ohne
Leidenschaft gegen eine Identificirung der von BRAID erhaltenen Re-
sultate mit seinen mesmerischen Kunstproductionen protestirte.
	Dann trat aber nicht lauge darauf, gegen 1848, der Amerikaner
M. GRiMES mit seiner Electro-Biologie hervor, und es folgte jene in-
C' z er in ak Sihriften.		54
