﻿Nachweis echter hypnotischer Erscheinungen bei Thieren.
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welcher es den Thieren für kürzere oder längere Zeit unmöglich macht, zu entfliehen. oder auch nur ihre oft sehr unbequemen Stellungen und Lagen zu verändern.
Dieser Zustand dauerte bei Hühnern, an denen ich zumeist expe-rimentirte. mitunter viele Minuten und war gewöhnlich so intensiv, dass ich die Thiere vorsichtig auf den Rücken wälzen konnte. ohne sie hierdurch zu erwecken oder einen Widerstand von ihnen zu erfahren. Dabei verblieb der Kopf , wie von einer unsichtbaren Hand festgehalten, in seiner ursprünglichen Orientirung im Raume (den Scheitel nach oben, den Schnabel nach vorn und etwas nach unten . indent sich der Hals entsprechend verdrehte, und von den Füssen wurde immer der eine mit krampfhaft eingekrümmten Zehen hoch emporgezogen. der andere hingegen nach nuten gestreckt : in dieser Attitüde blieben die Hühner dann noch minutenlang, tief und heftig athmend, und Hie und da mal mit den Augen zwinkernd, sonst aber ganz ruhig liegen — bis sie endlich von selbst, oder auf eine nachweisliche äussere Störung hin mehr oder weniger plötzlich zu sich kamen und entflohen.
Mein den Kreidestrich eliminirendes Verfahren des einfachen Niederdrückens des gerade gestreckten Halses und Kopfes der, in der Bauch- oder Seitenlage auf der Tischplatte festgehaltenen Thiere erwies sich Lei verschiedenen der genannten Thiergattungen und bei verschiedenen Thierindividuen derselben Gattung, —ja zu verschiedenen Zeiten bei einem und demselben Individuum mehr oder weniger, manchmal wohl auch gar nicht wirksam.
Nichtsdestoweniger dachte ich natürlich zunächst daran, dass das wirksame Hauptmoment auch bei der schon von Kircher angegebenen Manipulation zur Hervorrufung jener eigenthümliclien Alteration der centralen Nerventhätigkeit der Hühner eiten in der gewaltsamen, wenn auch sanften Geradestreckung des Halses und Kopfes und in einer in Folge dessen durch Ausgleichung der natürlichen Krümmungen wahrscheinlicher Weise gesetzten leisen mechanischen Dehnung oder Zerrung und Pressung der centralen Nervensubstanzen, nämlich des Rückenmarkes und gewisser Hirntheile zu suchen sein müsse, während das Zusammenbinden der Fiisse. sowie das Bezwingen und Festhalten des Thieres, welches niemals ohne einen mehr oder weniger starken und ausgedehnten Eindrnek auf die Hautnerven und die widerstrebenden Muskeln stattfinden kann, — und dann namentlich auch der Kreidestrich völlig ohne alle Bedeutung und Wirkung seien.
Allein dem ist nicht so. denn ich fand bald, dass der anscheinend ganz bedeutungslose Kreidestrich in der That von überraschen-