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Nachweis echter hypnotischer Erscheinungen bei Thleren.
vorgehaltenen Finger der anderen Hand, ganz frei, minutenlang starr und regungslos, n ie gebannt, sitzen oder liegen.
Ich konnte die entfernte Hand dem Thiere wieder nähern, es mit derselben ergreifen. aus der Bauch- oder Seitenlage auf den Bücken wenden : — das Thier liess willenlos alles mit sich geschehen, ohne zu widerstreben oder einen Fluchtversuch zu machen, wenn ich nur darauf achtete, ihm den Finger fortwährend knapp vor die Glabella zu halten und seinem Blicke darzubieten.
Ich habe diesen höchst überraschenden Versuch wiederholt und an einer grösseren Reihe von verschiedenen Taubenindividuen angestellt. Er gelang stets, in mehr oder weniger eclatanter Weise, sobald ich es nur dazu gebracht hatte . den Blick und die Aufmerksamkeit der Taube auf den vorgehaltenen Finger zu ziehen und zu fixiren-Es versteht sich aber von selbst, dass verschiedene Taubenindividuen, ja ein und dasselbe Individuum zu verschiedenen Zeiten und unter verschiedenen Umständen einen verschiedenen Grad von Geneigtheit zeigt, sich dem Banne durch den vorgehaltenen Finger hinzugeben: ja sehr oft sieht man deutlich, wie das Thier, durch augenscheinlich ängstliches Abwenden des Kopfes dem Anblick des Fingers sich hartnäckig zu entziehen sucht, und es dauert dann oft lange und nicht ohne dass man die Taube in der Rückenlage am Rumpf und Kopf einige Zeit festgehalten hat, dass man endlich zum Ziele kommt.
Es ist damit offenbar. wie Schoi'Exhaüek vom Einschlafen sagt : »das Gehirn muss anbeisscn !«
Wie mit Sicherheit erwartet werden musste, haben mich zahlreiche Controlversuche gelehrt, dass eine Glaskugel. ein Korkstöpsel, eine kleine Wachskerze oder sonst ein gleiehgiltiger unbelebter Gegenstand, der. auf einem passenden Gestelle befestigt, oder der Taube auf die Glabella festgeklebt, dem Blicke der Taube dargeboten wird, genau dieselben Zauberdienste thut. wie der Finger der Menschenhand, nur muss man natürlich dafür sorgen, dass sich der Blick und die Aufmerksamkeit der Taube durch längere Zeit auf diesen Gegenstand fixirt — dass ihr Gehirn so zu sagen »anbeisst«.
Man wird auch unter diesen Umständen häufig finden, dass die Taube dem am Gestelle befestigten Fixationsobject sorgfältig und hartnäckig auszuweichen sucht, und dann ist es nicht so bequem, dem fliehenden Kopfe das Gestell nachzuschieben, als mit dem vorgehaltenen Finger zu folgen. Ist das Fixationsobject auf die Glabella der Taube festgeklebt. so hilft ihr das Hin- und Herwenden. Heben und Senken des Kopfes nichts. und man sieht dem sonderbaren Gebahren