﻿Nachweis echter hypnotischer Erscheinungen bei Thieren.
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des Thieres au, dass es perplex und aufgeregt wird — und dann »beisst das Gehirn« gewöhnlich nicht an.
Ich habe aber Tauben, denen ich z. B. ein Zündhölzchen quer über die Schnabelwurzel geklebt hatte, nachdem sie längere Zeit in der Bauch-, Seiten- oder Rückenlage festgehalten worden waren — in Regungslosigkeit verfallen und ganz frei gelassen — minutenlang in derselben verharren sehen, wobei sie die Augen entweder ganz offen hatten und offen behielten, oder zeitweilig — wie schlaftrunken — auf und zu machten.
Nachdem ich die so eben mitgetheilten Thatsachen bei den Tauben entdeckt hatte, war mir sofort zweierlei klar ; erstens, dass der Kreidestrich im KmCHEß’schen Experiment bei den Hühnern allerdings etwas — und was er zu bedeuten habe; und zweitens, dass es, wie man zwar schon längst vermuthet und ausgesprochen, aber noch niemals genauer untersucht und erwiesen hatte, thatsächlich auch bei Thieren echte sog. »hypnotische« Erscheinungen und Zustände giebt — was mir von einiger Wichtigkeit zu sein scheint.
Ad. 1. Nach den Erfahrungen an den Tauben liegt es nämlich auf der Hand, dass der Kreidestrich ein Object ist, welches den Blick und die Aufmerksamkeit des Huhns auf sich zieht und gefangen nimmt, und hierdurch jedenfalls dazu beiträgt, den hypnotischen Zustand des Thieres herbeizuführen. Kikchek hatte zwar ganz richtig erkannt, dass der Kreidestrich in seinem Experiment von Einfluss und Wirkung ist, wenn er auch die Art dieses Einflusses geradezu kindisch deutet, und nicht ahnt, dass der Strich selbst ganz entbehrlich ist.
Jedes andere Object, welches den Blick und die Aufmerksamkeit des Huhns auf sich zieht und gefangen nimmt, leistet dasselbe, wie der Strich, ja oft noch in auffälligerer Weise, weil man nicht noting hat, den Kopf auf eine Unterlage niederzudrücken, auf der man zeichnen muss.
Ich habe Hühner in hockender Stellung vor ein Gestell gesetzt, an welchem ein Korkstöpsel, eine Glaskugel u. dgl. in solcher Höhe befestigt worden war, dass dies Object gerade vor der Glabella des knapp herangeschobenen Huhns zu stehen kam. Es genügten dann oft wenige Secunden, das Huhn in dieser Position festzuhalten, um es in mehr oder weniger tief hypnotischen Zustand zu versetzen und nach dem Loslassen minutenlang ganz frei und regungslos vor dem Gestelle sitzen bleiben zu sehen.
Noch überraschender,.war es, als ich einem in hockender Stellung niedergehaltenen Huhn ein kurzes Stück Bindfaden, oder ein geknicktes Holzstäbchen, wie ein Reiterlein, quer über die Schnabelwurzel