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lieber den Kehlkopfspiegel-
ist bei dev simplen Form des Kehlkopfspiegels kaum ganz zu vermeiden. Ich glaube jedoch, dass die Beseitigung auch dieses Uebelstan-des — wenn durchaus noting — möglich sein wird, durch zwei unter einem veränderlichen Winkel aneinanderstossen.de Spiegel, von denen der untere längs der hinteren Kaclienwand möglichst tief herabgeschoben wird und summt seinem Bilde in dem oberen sich abspiegelt, oder durch einen Convexspiegel von kleinem Badins.
Was endlich die Unannehmlichkeit und die Folgen der Berührung der Gaumentheile des Beobachteten betrifft, so kann ich nur darauf verweisen, was Gewöhnung und fester Wille in dieser Hinsicht vermögen. Uebrigens kann man den Patienten nöthigenfalls narkotisiren.
Ich selbst ertrage jetzt die Untersuchung mit dem Kehlkopfspiegel beliebig lange Zeit ohne die geringste Beschwerde, und bin jeden Augenblick bereit, die Bewegungen meiner eigenen Stimmorgane zu demonstriren, welche, obschon sie im Allgemeinen theoretisch bekannt sind, Jeden, der sic so plötzlich und deutlich zu Gesicht bekommt, anfangs in grosses Erstaunen versetzen.
Dies wird bei den meisten Menschen nicht anders sein. Uebrigens lehrt ja die tägliche Erfahrung auf jeder syphilitischen Abtheilung, wie bald die Mehrzahl der Patienten eine selbst etwas rücksichtslose Behandlung dieser Theile ertragen lernt.
Diese Andeutungen mögen genügen, um die Praktiker zur Anwendung des Kehlkopfspiegels zu bewegen und zur ferneren Ausbildung und Yerwerthung dieser einfachen Untersuchungsmethode anzuregen. Da Alles gelernt und geübt sein will, wird sich wohl hoffentlich Niemand, der sich nicht gern selbst ein testimonium paupertatis ausstellen möchte, etwa durch die ersten vielleicht misslingenden Versuche von der Verfolgung des Zieles, das von Anderen bereits erreicht wurde, abschreeken lassen. Man erinnere sieb nur, welche Uebuug das Sehen mit dem Augenspiegel erfordert !
Der Zweck dieser Zeilen wird vollständig erreicht sein, wenn der Kehlkopfspiegel nach einiger Zeit in der Ileihe der täglich gebrauchten Instrumente ebensowenig irgendwo wird fehlen dürfen, als gegenwärtig der Augenspiegel und längst schon der Mutterspiegel.