﻿lieber den Kehlkopfspiegel.
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anderer Seite irgend wo bereits erfolgt wäre. Eine einfache Anempfehlung konnte ja Türck’s Verdienst nicht schmälern wollen !
Die Spiegel, welche ich seither zu meinen Beobachtungen verwende: habe ich bei Herrn Mechaniker Hauck (Wieden, Kettenbrückengasse 820) anfertigen lassen.
Es sind Metall- oder Glasspiegel von rundlich viereckiger Gestalt, und 6 bis 14 Wiener Linien Höhe und Breite. An einer der abgerundeten Ecken der möglichst schmalen Fassung ist ein mehrere Zoll langer, biegsamer, aber doch hinreichend steifer Draht angelöthet, welchem man eine solche Krümmung gibt, dass der Spiegel leicht in den weitgeöffneten Mund eingeführt und in die passende Stellung gebracht werden kann.
Um das Beschlagen des Spiegels mit Wasserdämpfen auf hinreichend lange Zeit zu verhindern, muss derselbe entweder, wie Türck zu tlmn pflegt, durch Eintauchen in heisses Wasser, oder über einer nicht rossenden Flamme, erwärmt werden.
Ist dies geschehen, so bringt man den Spiegel an seiner langen Handhabe in den weitgeöftneten Mund ein und schiebt ihn unter den weichen Gaumen hindurch , bis sein unterer Rand die hintere Rachenwand berührt, und drückt dann das Velum mit der Rückseite des Spiegels etwas in die Höhe.
Damit das Velum nicht so leicht abrutsche, habe ich einen Wachswulst oder ein Elfenbeinstäbchen auf der Rückseite einiger Spiegel, nahe am unteren Rande, anbringen lassen. Es versteht sich von selbst, dass der so eingebrachte Spiegel Bilder aller jener Theile, welche sich unter, resp. vor seiner spiegelnden Fläche befinden, reflectiren kann, wenn dieselben unverdeekt und hinreichend beleuchtet sind.
Zur Beleuchtung haben Garcia und Türck directes Sonnenlicht benutzt, ich habe jedoch auch künstliches Licht mit Erfolg angewendet. Man lässt das Licht unter einem solchen Winkel auf den Kehlkopfspiegel einfallen, dass er es selbst auf jene Theile wirft, deren Bilder er in der gegebenen Stellung in’s Auge des Beobachters wieder reflectirt.
Einestheils um das Licht zu concentriren, anderenteils um immer gerade jene Theile zu beleuchten, welche man eben im Spiegel siebt, ist es selbst bei Sonnenlicht von Vortheil einen durchbohrten Concav-spiegcl ich verwendete jenen vom RuETE’schen Augenspiegel) zur Beleuchtung in Anwendung zu bringen.
Vor Kurzem habe icli eine neue physiologisch interessante Art der Beleuchtung aufgefunden, welche ich als »Durchleuchtung« bezeichnen möchte.