﻿$60	Uebcr den Kehlkopfspiegel.
bei den Schlingbewegungen die Glottis durch die Stimmbänder schließt.
Beim Verschluss des Kehlkopfes behufs des schürfen Anlautenlassens der Stimme oder des Drängens, vermittelst der Bauchpresse, berühren sich zunächst die Bänder der wahren Stimmbänder, dann drücken sich die falschen Stimmbänder bis zum Verschwinden der Ventr. Morgagnii, indem sie sich zugleich gegenseitig nähern, an die wahren an. und endlich wird der Kehldeckel mit dem erwähnten Wulste von vorn nach hinten auf die geschlossene Glottis fest aufgedrückt. Ob sich die falschen Stimmbänder bis zum gegenseitigen Berühren nähern, kann ich vorläufig noch nicht mit Bestimmtheit angeben , da der Wulst der Epiglottis sehr rasch herabgedrückt wird : ich halte es jedoch für wahrscheinlich (obschon der Epiglottiswulst gerade ganz geeignet wäre, eine etwa übrigbleibende Kinne auszufüllen'.
Hinsichtlich der Verwertlmng des GAKCiA’schen Kehlkopfspiegels in der Medicin erlaube ich mir noch folgende Bemerkungen.
Die Schwierigkeiten der Application dieses Instrumentes sind bis jetzt noch bedeutend — wenn auch in den meisten Fällen nicht un-libersteiglich. Sie liegen mehr auf der Seite des Beobachteten als des Beobachters, obschon auch der letztere erst durch anhaltende Hebungen die nötbige Dexterität, mit Erfolg zu operiren, gewinnen wird. Wenn derselbe nicht mit Sonnenlicht operiren kann, so ist ihm zu empfehlen, entweder den KuETESchen Coneavspiegelmit Stativ anzuwenden, oder, um Heide Hände frei zu behalten und die Beleuchtungsrichtung ganz in der Gewalt zu haben, ein kleines Lämpchen (Camphin! , dessen hinreichend helle, grosse Flamme noch durch einen Heverber verstärkt werden kann, an einem kurzen. zwischen den Zähnen gehaltenen Stiel so vor seinem Gesicht zu fixiren, dass die Augen knapp an der durch den Keverber abgeblendeten Flamme vorbeisehen. Bei einem vorläufigen Versuche, dieses Verfahren zu erproben, genügte zur Noth schon eine Millykerze. Der Beobachtete liât dagegen nicht nur die unangenehme und oft folgenreiche Berührung der Gaumen-theile auszuhalten, sondern auch noch die passende Lagerung der Organe willkürlich anzunehmen.
An erstcrc gewöhnen sich viele Menschen bald und leicht, das letztere ist aber Hei den Meisten nur schwer zu erreichen.
Diese Uebelstände werden immer ein Stein des Anstosses bleiben, und der Mehrzahl der Aerzte, welche aus dieser Untersuchungsmethode keine Spccialität machen wollen oder können, die Anwendung des Laryngoskops ganz verleiden. Mit mancher anderen Untersucliungs-methode ist es jedoch eben so, oliue dass sie an sieb desshalb an Be-