﻿II. Das Ohr und das Hören.
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geschlossen ist, wird die in der Paukenhöhle enthaltene Luft vollständig hermetisch abgeschlossen sein ; sowie aber die wulstige Mündung geöffnet wird, was regelmässig bei jeder Schlingbewegung geschieht, so communicirt die Paukenhöhlenluft durch die Nase hindurch frei mit der Atmosphäre — und etwaige Spannungsunterschiede beider Luftmassen können sich sofort ausgleichen.
Fig. 12. I. Schematischer Durchschnitt des menschlichen Gehörorgans der rechten Seite.
V äusseres Ohr: 6 äusserer Gehörgang , F, F, F, F Durchschnitte der Knorpel der Ohrmuschel und des äusseren Theiles des Gehörganges, dessen innerer Theil knöcherne Wandungen hat; TTrommelfell ; P Paukenhöhle : o ovales Fenster, r rundes Fenster, zwischen ï'und o die gelenkig verbundene Gelior-knüclielehenkette. K die EusTAcm’sche Ohrtrompete, k, F die durchschnittene Knorpelplatte ihrer wulstigen und erweiterten Nasenmündung. V, B und S das knöcherne Labyrinth, F der Vorhof, B ein halbcirkelförmiger Bogengang mit seiner Ampulle (t : S die Schnecke, durch die Spiralplatte in die Vor-liofstreppe (Ft) und in die Paukentreppe (Pt) getbeilt. l\ I, b das häutige Labyrinth, l. V die Vorhofs-säckchen , b ein häutiger halbcirkelförmiger Bogengang mit seiner Ampulle a'. A der Stamm des Hörnerven oder N. acnsticns in den inneren Geliörgang eintretend und in zwei Hauptäste (1 ' und tf) sich spaltend • V' der Vorhofsnerv mit seinen Endverzweigungen auf den umschriebenen weissen Stellen des häutigen’Labyrinths; Ä" der Schneckennerv, von unten in die Kanälchen der Schneckenspindel eintretend, um durch die knöcherne Spiralplatte zum CoRTi’sclien Organ c zu gelangen, welches auf der oberon oder Vorhofstreppenfläche der häutigen Spiralplatte aufsitzt. Zu bemerken ist, dass der Verständlichkeit und Deutlichkeit wegen die Paukenhöhle und die Gehörknöchelchen, namentlich aber das ganze Labyrinth im Verliältniss zur Ohrmuschel viel zu gross, die Schnecke aber mit ihrer Basis nach unten gewendet gezeichnet wurde, obschon sie in Wirklichkeit die Basis ihrer Spindel ni c ht wie in unserem Bilde, nach unten, sondern vielmehr nach oben und innen, gegen den N. amsticus kehrt, sodass der Verlauf des Schneckennerven S' ein geradliniger wird!
Fig. 12. II. Das in seinem Knochenring ausgespannte Trommelfell der rechten Seite von innen gesehen mit Hammer und Amboss in natürlicher Verbindung. x, x! zeigt die Axe, um welche sich die beiden Knöchelchen vereint hebelförmig bewegen lassen.
In diesem Umstande bernbt ancli die Bedeutung dieser ganzen Einrichtung, wie sich später noch genauer zeigen wird.