﻿II. Das Ohr und das Hören.
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den, und stellt horizontal nach innen. Ein winziges Knochenplättchen, welches sich zwischen die Gelenkflächen der Verbindung zwischen Steigbügel und Ambossfortsatz einschiebt, beschreibt man wol auch als viertes Gehörknöchelchen.
An unserem Schema (Fig. 12 I.) sehen Sie die Gehörknöchelchen als Brücke zwischen dem Trommelfell ((f) und der Membran des ovalen Fensters (o), mit welcher die Fussplatte des Steigbügels (Fig. 13 S, u) verwachsen ist, in ihrer natürlichen Anordnung ausgespannt. Der Körper des Amboss wird bei dieser Ansicht fast ganz durch den Kopf des Hammers verdeckt, dagegen sieht man deutlich seinen langen Fortsatz, welcher den Steigbügel trägt. Das schwarze Pünktchen am Halse des Hammerkopfes gibt die Projection der Axe Fig. 12 H. x. x ], um welche sich Hammer und Amboss gemeinschaftlich wie Hebel drehen können. —
Ich komme zur Darstellung des letzten und complieirtesten Abschnittes des Gehörorgans, des sogenannten inneren Ohrs oder Labyrinths, welches die Endausbreitungen des Gehörnerven enthält.
Dasselbe ist eine allseitig geschlossene, mit wässeriger Feuchtigkeit gefüllte Höhle von ausserordentlich verwickelter Gestalt.
Mit Ausnahme der beiden durch Membranen verschlossenen Fenster , des ovalen und des runden, ist diese Höhle ganz und gar durch sehr harte knöcherne Wände begrenzt, indem sie in den festesten Knochen des menschlichen Körpers, den sogenannten Felsentheil des Schläfebeins sozusagen hineingemeisselt ist.
Der mittlere, weiteste Tlieil des Labyrinths heisst der Vorhof, Vestibulum (Fig. 12 1. F); von demselben gehen drei enge gebogene Kanäle ab — die sogenannten halbkreisförmigen Bogengänge B . In unserem Durchschnittsschema, Fig. 12 1. konnte nur ein einziger der drei Bogengänge gezeichnet werden, weil sie in drei verschiedenen, senkrecht aufeinander stehenden Ebenen liegen.
Jeder dieser drei Bogengänge ist ein enger, gleichweiter Kanal, dessen beide Enden in den Vorhof münden : nur eines dieser Enden zeigt bei allen eine kleine, flaschenförmige Erweiterung — die sogenannte Ampulle oi, deren es also auch drei gibt.
An der den Einmündungen der Bogengänge entgegengesetzten Seite verlängert sich der Vorhof in eine allmählich sich verjüngende blind endigende Röhre, welche, wie ein Schneckenhaus, spiralig um eine Spindel aufgewickelt ist und deshalb, sehr passend, die Schnecke (S) genannt wird.
Brechen w ir die Wand der aus dem Felsenbein herausgemeisselten