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Populäre physiologische Vorträge.
.Solche steife, lange Härchen sind überaus geeignet, durch Strömungen des sie umspülenden Labyrinthwassers in Bewegung zu ge-ratlieu und dabei eine mechanische Reizung der zwischen ihren eingepflanzten Enden liegenden Nervenverästelungen zu veranlassen.
In den Bläschen des Vorliofs sind auf den umschriebenen verdickten Stellen, wo die Nerven enden, keine oder nur kurze und spärliche Härchen zu finden, dagegen liegen ganz nahe der nervenreichen inneren Oberfläche dieser Stellen zahllose spitze Kryställclien von kohlensaurem Kalk — die sogenannten Gehörsteincken oder
Otolithen, welche durch eine schleimige Consistenz des Labyrinthwassers an diesen Stellen zusammen- und fest-gehalten werden vgl. Fig. 15).
Wenn dieser Krystallbrei mit der nervenreichen Oberfläche in Zusam-menstoss geräth, so wird eine mechanische Reizung der Nervenenden wol
ÎXWj r\ &	nicht ausbleiben können !
Lie akustischen Endorgane der Nerven, welche zur Spiral platte
geordnet, als die bisher betrachteten.
Es sind elastische Fäden oder Stäbchen, welche auf der oberen oder Vorhofstreppenfläclie der häutigen Spiralplatte , ihrer ganzen Ausdehnung entlang — von unten bis hinauf in die letzte Windung — sehr regelmässig dicht nebeneinander gereiht, und wie Saiten in querer Richtung, d. h. in der Richtung der Radien der Spiralplatte, ausgespannt sind.
Man nennt sie nach ihrem Entdecker, dem Marchese A. Cobti di St. Stefano-Belbo, Cor tische Stäbchen oder das Cor tische Organ.
Auf dieser Tafel (Fig. 16 habe ich zum leichteren Verständniss dieses verwickelten Gegenstandes eine möglichst vereinfachte schematische Durchschnittszeichnung der Spiralplatte entworfen.
Bei K sehen Sie das äussere Ende der knöchernen Spiralplatte, welche zahllose Kanälchen für die Bündel des in der Schneckenspindel aufsteigenden Schneckennerven enthält. In der Zeichnung ist ein solches Kanälchen vom Durchschnitt gerade getroffen worden, so dass es aussieht wie wenn die Spiralplatte doppelt, oder in eine obere (o und in eine untere («) Knochenlippe zerspalten1 wäre. .1/ ist der membra-