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stimmte Austösse in regelmässige Vibrationen gerathen werden. und dann die mit ihnen verbundenen Nervenenden in mechanische Erregung versetzen müssen.
Ich bin mit der Darstellung des feineren Baues unseres Gehörorgans zu Ende. Es genügt, wenn Sie als Endergebnis derselben klar erfasst haben, dass die Hörnervenenden auf zarten elastischen Membranen ausgebreitet und überall mit besonderen schwingungsfähigen Gebilden — den akustischenEndorganen — verbunden sind, welche allseitig von Flüssigkeit umspült, durch Impulse von aussen in bestimmte Bewegungen versetzt werden können, die die Nerven mechanisch erregen.
Nun kann ich unsere zweite Frage : wie der Scha ll von uns wahr genommen wird? dadurch beantworten, dass ich Ihnen zu zeigen versuche, w a s in den drei Abschnitten des Ohres vorgeht und wie sich die einzelnen beschriebenen Gebilde verhalten, wenn Schallwellen das Ohr treffen !
Die Ohrmuschel und der äussere Gehörgang fangen die Schallwellen auf, und so gelangen sie bis an das Trommelfell. Die Bedeutung der Ohrmuschel als Fang- oder Schalltrichter ist beim Menschen jedoch — trotz ihrer augenscheinlich sinnvollen und eigenthümlichen Modellirung nur sehr untergeordnet, denn wenn sie verloren gegangen ist, oder durch Binden glatt an den Schädel gedrückt wird — vorausgesetzt, dass der Gehörgang frei bleibt, so wird das Gehör nur wenig beeinträchtigt. Ferner zeigt der einfachste Versuch, dass man sogleich etwas besser hört, wenn man die Ohrmuschel aus ihrer Lage und Form mit dem Finger nach vorn herausdrängt oder gar — wie Schwerhörige zu thun pflegen — durch die von hinten her an die Ohrmuschel angelegte gekrümmte Hohlhand trichterförmig zusammenbiegt und ver-grössert — ein Beweis, dass die Ohrmuschel in ihrer natürlichen Lage und Gestalt, als Schall- und Fangtrichter, nur w7enig leistet.
Ganz anders ist dies bei vielen Thieren, z. B. den Pferden, Hunden, Schafen u. s. w.., welche Form und Stellung ihrer Ohren durch besondere Muskeln nach Bedürfniss verändern können. Wer hätte nicht schon Gelegenheit gehabt zu sehen, wie ein Pferd z. B. seine Ohren spitzt und oft ganz unabhängig von einander nach verschiedenen Richtungen wendet, um den Schall besser aufzufangen. Aehnliche Muskeln besitzt zwar das menschliche Ohr ebenfalls — aber sie sind so armselig entwickelt und werden so wenig geübt, dass sie die wenigsten Menschen willkürlich gebrauchen können — wodurch übrigens nichts verloren wird, da ihre Wirkung unter allen Umständen unbedeutend und von keinem merklichen Einfluss auf das Hören ist.