﻿Populäre physiologische Vorträge.
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sein mehr als 2000jähriges Alter ehrwürdigen Versuch am Monochord überzeugen vgl. Fig. 19).
Das Monochord ist, wie Sie sehen, ein langer schmaler Resonanz-kasten (Ii von dünnen Brettchen, auf welchem eine einzige Saite daher der Name) ausgespannt ist, indem ihre Enden in die festen scharfkantig aufgebogenen Lager (k, k') eingeschraubt sind. Ein Steg t) kann beliebig wo unter die Saite geschoben werden und theilt dann dieselbe in zwei selbständig schwingende Hälften. An der Seite des Kastens (R) ist ein Maassstab (in der Fig. in 150 Theile getheilt) , von welchem man das Verhältniss der Längen, in dem die entstandenen Saitenhälften zu einander stehen, ablesen kann.
Octavej-Quinte y-Quarter-gr. Terzh
-1—
Hl : 2
H2 : 3
h3
~1 1 i ' 3 kl. Terz l 7 l 5 1 -3-+
t/
s
H 4
4 V
7 ' 8 1 9 1 10 1 u
kl. Sext1 ± 1 a I 3 I 4 1 5^1 g I ^ I s I gr. Sextl~rl~ 1 t+T t* „T-i
[ 9 10 1 11 ‘ TP 13
-il
3 & 3 e'l 8 0 m 11 12 13 li, 15 Iß
Fig. 19. Das Monochord.
1 s
-i 5 : 6
S
10
11 Ilesonanzkasten mit Maassstab für die Einstellung des verschiebbaren Steges (tj. Die einzige Saite des Instruments ist horizontal über die scharfkantig aufgebogenen Lager k, k' gespannt.
Setze ich den Steg {(] genau unter die Mitte der Saite (nach dem Maassstab der Zeichnung also in die Verlängerung des Theilstrichs 75), so stehen die Saitenhälften im Verhältniss 1:1, d. h. sie sind gleich lang; ich schlage sie an; sie geben, wie Sie hören, genau denselben Ton (unisono).
Theile ich die Saite in Gedanken in drei gleiche Theile und schiebe ich den Steg genau am Grenzpunkt zwischen dem ersten und zweiten Drittel unter die Saite (vgl. Fig. 19 t’ bei Theilstrich 50), so hat die linke Saitenhälfte l/3, die rechte % der ganzen Länge. Beide Hälften stehen im Verhältniss von 1 : 2 , und wenn ich sie erklingen lasse, so geben sie, wie Sie hören, das Intervall einer Octave.
Setze ich den Steg so, dass links 2/5, rechts 3/5 der Länge liegen