	II. Das Ohr und das Hören.	43

nöse Theil der Spiralpiatte, welcher zwischen dem Rande des knö-
chernen Theils und der Wand der Schneckenwindung (K') ausgespannt
ist. Dort ist er festgewachsen, indem er sieh in zwei Lamellen spaltet,
welche die obere (o) und die untere (it) Fläche des knöchernen Theiles
(K) als Knochenhaut überziehen; hi e r, indem er in Bandfasern (b)
ausstrahlt, die sich an K' befestigen.
	Bei C befindet sich das CoRTI'sche Organ, wie gesagt, auf der
ob e ren, der Vorhofstreppe zugewendeten Fläche der häntigen Spiral-
platte. Ihm entspricht an der unteren Fläche derselben ein Blut-
gefäss (g).
	Es besteht aus Fäden oder Stäbehen von zweierlei Art, welche
man als innere (i) und äussere (a) unterscheidet.
Fig. IS. Schematischer Durchschnitt der Spiralpiatte mit dem CQucs'schen 
Organ.
Xdae äussere Ende des knöchernen	Theils der Spicalpiatte, scheinbar in zwei 
Lippen (e und ss) ge-
spalten. ss Fasern des Schneckennerven & in feinste Endfäserchen se 
ausstrahlend. .1W membranöser
Theil der Spiralplatts. I fächerförmige Bandfasern, welche .2W an die 
Innenfläche der äusseren Wand
(K') der Schnecke anheften. C das Con'rssche Organ, i Inuenstäbchen, a 
AnssenstIbcheu, p Durch-
	schnitt eines Blutgefässes.

	Das eine der verdickten Enden der Anssenstäbehen (a) sitzt in der
Mitte der häutigen Spiralplatte fest, das andere artienlirt mit dem
oberen Ende des Innenstäbchens (i), dessen unteres ebenfalls verdick-
tes Ende nahe am inneren Rande der häutigen Spiralplatte festge-
wachsen ist. Es sind in der menschlichen Schnecke etwa 3000 Couvi'-
sehe Anssenstäbehen und noch mehr Innenstäbchen, indem etwa drei
der letzteren auf zwei der ersteren gezählt werden.
	Indem die Con'n'schen Stäbchen, entsprechend der Verschmäle-
rung der Spiralplatte von unten nach oben, allmählich an Länge abneh-
men, so bilden sie eine Art regelmässig abgestufter B e s a it u n g, wie
wir eine solche an der Harfe und am Klavier kennen.
	An die Cowri'schen Stäbehen, welche von einem zarten Netz von
Zellehen und Fäserehen umsponnen sind - in der Zeichnung sind alle
diese eomplicirten Gebilde der Klarheit wegen weggelassen - treten
die Schneckennerven (n(, durch einen schrägen Kanal im Anfangstheil
der häntigen Spiralplatte, mit ihren feinsten Enden (n') heran.
	Es kann kaum einem Zweifel unterliegen, dass die wie Klavier-
saiten ausgespannten Stäbchea des Cowri'sehen Organs durch be-
