﻿III. Stimme und Sprache.
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Hier sehen Sie zweitens (Fig. 23) den sogenannten Schild-k n o r p e 1, eine in der Mitte geknickte breite Platte, deren vier Ecken sich in gerade Fortsätze oder Hörner verlängern. Die oberen sind
Fig. 2:3. Der Schild- oder Spannknorpel.
Bei A scliräg von hinten und links gesehen. Bei B Ansicht von vorn und oben, a, et' das linke und das rechte untere Horn; c, c' die beiden oberen Hörner.
durch Stränge von Bandmasse mit dem hufeisenförmigen Zungenbein verbunden. das oberhalb des Kehlkopfes im Muskelfleisch eingebettet ist. Die unteren Hörner articuliren mit den Seitentheilen des Grundknorpels.
Teil stelle diese Gelenkverbindung her. und Sie sehen. wie sich der Schildknorpel auf dem Grundknorpel liebelförmig auf und nieder bewegen lässt.
Hier endlich sind die beiden Giessbeckenknorpel Fig. 24), so genannt. weil sie, wenn man sie mit ihren Innenflächen aneinander legt, eine Art Schnabel bilden, welcher nach der blühenden Phantasie der alten Anatomen eine Aelmlichkeit mit der Schneppe einer Giessbeckenkaraffe haben sollte.
Sie haben die Form von kleinen dreiseitigen Pyramiden mit rück— wärtsgebogener Spitze und senden einen Fortsatz nach vorn, einen nach aussen und hinten ab. Sie sitzen mit ihrer concavcn Basis auf dem Rande der senkrechten Siegelringplatte des Grundknorpels nach allen Richtungen frei beweglich auf. Sie können weit von einander entfernt und wieder bis zur Berührung genähert werden, dabei können sie sich in jeder dieser Stellungen um ihre Höhenaxe nach aussen und innen drehen und um die Queraxe nach vorwärts und rückwärts neigen.
Fig. 24. Die beiden Giessbecken- oder Stellknorpel.
Bei r der der rechten Seite; bei l der der linken Seite; der rechte Knorpel r ist so gestellt, dass man an ihm die Innenfläche und Theile der hinteren und unteren Fläche übersieht; der linke Knorpel l kehrt dem Beschauer seine Aussenfläche zu. s, s' Stimmfortsatz ; b, b' Gelenkfortsatz mit der concaven Fläche zur Verbindung mit dem Bingknorpel.