﻿IIT. Stimme und Sprache.
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die beiden Stellknorpel, deren Spitzen noch zwei kleine gebogene Knorpelehen — die sogenannten SANTORiNi'schen Hörner—tragen: nach aussen von diesen jederseits ein senkrecht stehendes Knorpel-Stäbchen — der oft fehlende Wrisberg’scIic Knorpel — nach vorn endlich eine blattförmige dünne Faserknorpelplatte — der Kehldeckel — der mit seinem verjüngten Stiel bis gegen den vorderen Ansatzpunkt der Taschen- und Stimmbänder herabreicht, wie Sie am besten an dem von hinten geöffneten und an dem querdurchschnittenen Kehl-
kopf sehen können vgl. Fig. 2S A,
Fig. 28]B. Rechte Hälfte eines lialhirten Kehlkopfes von innen gesehen.
E Durchschnitt des Kehldeckelknorpels ; Sp Durchschnitt des Spunnknorpels ; c' das rechte obere Horn desselben; g Durchschnitt des vorderen niedrigen Theils des Grundknorpels; tr, tr Durchschnitte der beiden ersten Knorpelhalbringe der Luftröhre. Die übrigen Buchstabenzeichen wie bei A.
Fig. 28 C).
Fig. 28 C. Vordere Hälfte eines von rechts nach links durchschnittenen Kehlkopfes von innen, z, z Durchschnitt der beiden Aeste des hufeisenförmigen Zungenbeins ; Gk Durchschnitt der Seitentheile des Grundknorpels ; sb die Stimmbänder, vM Durchschnitt der Mon-GAGNi'sclien Kehlkopfstasche ; tb Taschenband im Durchschnitt; sm Durchschnitte der Muskelbündel, die i n den Stimmbändern von vorn nach hinten laufen.
Der Kehldeckel kann durch besondere Muskeln niedergezogen werden und dient zum Verschluss der Kehlkopfsmündung, wozu sich besonders der Wulst desselben (eiv) eignet, welcher, wie ich zuerst zeigte, auf die geschlossenen Stimm- und Taschenbänder gepresst wird und wie der Schlussstein eines Gewölbes in die Kehlkopfmündung passt. Ueber den niedergezogenen Kehldeckel gleiten die zu verschluckenden Speisen und flüssigen Nahrungsmittel in die hinter dem Kehlkopf gelegene Speiseröhrenmündung.
Schliesst er nicht genau, so dringen Tlieile der Speisen und Getränke leicht ins Innere des Kehlkopfes und erzeugen oft die heftigsten Husten- und Erstickungsanfälle: — man sagt dann, es sei Einem etwas in die »Unrechte Kehle« gekommen.