	III. Stimme tind Sprache.	73

die beiden Stellknorpel, deren Spitzen noch zwei kleine gebogene
Knorpelehen - die sogenannten SANT0rnNI'sehen Hörner- tragen:
nach aussen von diesen jederseits ein senkrecht stehendes Knorpel-
stäbehen - der oft fehlende WRIsuEitG'sehe Knorpel - nach vorn
endlich eine blattförmige dünne Faserknorpelplatte - der Kehldeckel
- der mit seinem verjüngten Stiel bis gegen den vorderen Ansatz-
punkt der Taschen- und Stimmbänder herabreieht, wie Sie am besten
an dem von hinten geöffneten und an dem querdurchschnittenen Kehl-
kopf sehen können çvgl. Fig. 28 A, Fig. 28 C).

C
,B		e






etc.--
/
C
- mat
	-	ft5,M
em







tr
		rig. 2SB. Rechte hälfte eines hslbirten			Fig. 28 C. Vordere Hälfte eine von 
rechts nach
			Kehlkopfes von innen gesehen-		links durchschnittenen Kehlkopfes von innen.
	.E Durchschnitt des T{ehldeckelknocpels; Pp			z z Durchschnitt der beiden Aeste 
des huf-
	Dnrchschnitt des Spannknorpels ; c' das rechte			eisenförmigen Zungenbeins; Oh 
Durchschnitt
obere Horn desselben; p Durchschnitt des vor-				der Seitentheile des 
Grundknorpels; sb die
	deren niedrigen Theilo des Grnndkusrpels;			Stimmbänder, cM Durchschnitt der 
Mom-
jr tr Durchschnitte der beiden ersten Knorpel-				nAuwlschen Kehlkopfstasche; tt 
Taschenband
	hslhringe der Luftrohre. Die übrigen Buch-			im Durchschnitt; sm Durchschnitte 
der Mus-kelhändel, die in den Stimmbändern yen vorn
				stnbensoichen wie bei A.		nach hinten laufen.

	Der Kehldeckel kann durch besondere Muskeln niedergezogen
werden und dient zum Verschluss der Kehlkopfsmundnng, wozu sieh
besonders der Wulst desselben (e w) eignet, welcher, wie ich zuerst
zeigte, auf die geschlossenen Stimm- und Taschenbänder gepresst
wird und wie der Schlussstein eines Gewölbes in die Kehlkopfmlln-
dung passt. Leber den niedergezogenen Kehldeckel gleiten die zu
verschluckenden Speisen und flüssigen Nahrungsmittel in die hinter
dem Kehlkopf gelegene Speiseröhrenmünduug.
	Schliesst er nicht genau, so dringen Theile der Speisen und Ge-
tränke leicht ins Innere des Kehlkopfes und erzeugen oft die heftigsten
Husten- und Erstickungsanfälle; - man sagt dann, es sei Einem
etwas in die »unrechte Kehle« gekommen.
