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Populäre physiologische Vorträge.
Gaumen, getrennt sind, von dessen hinterem Rand das Gaumensegel oder der weiche Gaumen mit dem Zäpfchen als beweglicher Vorhang herabhängt. Mund- und Nasenhöhle öffnen sich bekanntlich vermittelst besonderer Oeffnungen im Gesicht nach aussen. In der ersteren sieht man die halbirte Zunge, in der letzteren die drei sogenannten Nasenmuscheln.
Auf diesem Bilde (vgl. Fig. 21 der Tafel 3) habe ich den Pharynx, nach Entfernung der Wirbelsäule, von hinten geöffnet dargestellt, um dessen Zusammenhang mit der Mund- und Nasenhöhle, dann die senkrechte Nasenscheidewand, welche die Nasenhöhle in zwei Hälften tlieilt, die hinteren Enden der beiden unteren Nasenmuscheln, und endlich das Gaumensegel mit dem Zäpfchen in seiner ganzen Ausdehnung zu zeigen. — Die Speiseröhre, vor deren Mündung der Kehlkopfseingang zu sehen ist, wurde kurz abgeschnitten dargestellt, um die Luftröhre sichtbar zu machen, welche sich in die beiden Lungenäste oder Bronchien spaltet, an denen die Lungen, wie Früchte am Stiel, hängen. Die Hauptverzweigungen der Bronchien in den Lungen sind deutlich zu übersehen und in der rechten Lungenspitze sind die Verästelungen bis in ihre letzten Enden dargestellt , welche Gruppen von mikroskopisch kleinen Bläschen tragen und denselben als Luftweg dienen. Nicht nur die ganze Oberfläche einer Lunge besteht aus diesen mikroskopischen Bläschengruppen, sondern auch im Innern füllen dieselben alle Räume zwischen den gröberen und feineren Verästelungen der Bronchien und der Blutgefässe aus. Die eigentliche Lungensubstanz ist also ein feinschwammiges, durch und durch lufthaltiges, äusserst elastisches Gewebe, und jede Lunge stellt somit ein Luftkissen von grosser Ausdehnbarkeit und sehr wechselnder Capacität dar.
Der Schlund ist der gemeinschaftliche Weg für die Luft, die wir athmen, und für die Speisen und Getränke, die wir gemessen ; er gewinnt aber noch eine höhere Bedeutung, indem er mit seinem Doppelende — der Mund- und Nasenhöhle — einen integrirenden Bestandtheil unseres Stimm- und Sprachorganes ausmacht.
Dieses besteht also :
] aus einem Blasebalg — dem allseitig geschlossenen und beweglichen Brustkasten mit den Lungen,
2) aus einer Windlade — der Luftröhre und ihren beiden Lungenästen oder Bronchialverzweigungen, und
3; aus einer Pfeife mit Ansatz rohr — dem Kehlkopf mit dem in Mund- und Nasenhöhle ausgehenden Schlund.
Orientirt über die Lage und den Zusammenhang der Haupt-