﻿III. Stimme und Sprache.
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Bearbeiter gewonnen, von denen ich liier nur meinen Collegen Herrn Geh. Hofrath Gerhardt, damals noch in Tübingen, als einen der frühesten nennen will.
Im Jahre 1859 begann ich in verschiedenen grösseren Städten des In- und Auslandes, wie Leipzig. Berlin, Breslau, dann später Paris, London, Dublin, Glasgow, Edinburgh, Amsterdam u. s. w. jene zahlreichen und vielbesuchten Vorträge und Demonstrationen zu halten, welche einen grossen Tlieil der medicinischen Welt von dem überraschend hartnäckigen Unglauben an den praktischen Werth der Laryngoskopie bekehrten, und so wesentlich zur weiten und beispiellos raschen Verbreitung und endlichen allgemeinen Anerkennung der Sache beitrugen.
Die wachgerufene Betheiligung zahlreicher Mitarbeiter vollendete alsbald die weitere Ausbildung der von mir begründeten Specialität. welche gegenwärtig das ganze Gebiet der Kehlkopfleiden umgestaltet hat. und selbst für die Erkennung und Behandlung anderer Krankheiten unentbehrlich geworden ist.
Doch —verzeihen Sie, m. h. A. I — ich bin da auf rein medieiniselies Gebiet gerathen. das zu berühren gar nicht in meiner Absicht lag. Ich wollte Ihnen ja nur eine vollständige und klare Vorstellung von der Exactheit der Hilfsmittel zur Untersuchung der Stimm- und Lautbildung im Kehlkopf geben.
Wenn mich mein persönliches Interesse an der Laryngoskopie nun doch zu weiter gehenden Bemerkungen hinriss. so wird dies bei Billigdenkenden wohl Entschuldigung finden — denn das unscheinbare Kehlkopfspiegelchen war sozusagen eine spröde Braut, von Vielen gekannt und umworben, — ich aber habe sie heimgeführt !
Wenden wir uns denn sofort zum eigentlichen Thema meines heutigen Vortrags und untersuchen wir — ausgerüstet mit den erörterten Hilfsmitteln der Beobachtung —
I. die Stimme
nach allen Seiten ihres Wesens und ihrer Erscheinung.
Die Stimme ist entweder tönend, wie beim Singen und beim
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Fig. 32. Lar3-ng0sk0pisch.es Bild des Kehlkopfes, der Luftröhre und der Anfänge der Lungenäste derselben.
7. der Zungengrund ; e Band des Kehldeckels; ew Epiglottiswulst, in der Verkürzung gesehen; tb Taschenbänder; v M Spaltöffnung der MonGAGN'i’schen Kehlkopftasche ; st Stimmbänder, durch die nach aussen divergirend gestellten Stimmfortsätze der Stellknorpel soweit als möglich von einander entfernt; tr die Luftröhre , in welche man durch die weitgeöffnete Stimmritze bis an ihr Ende sehen kann , wo sie sich in den rechten und in den linken Lungenast oder Bronchus hr, V r' spaltet.