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Uxger-Satsatier etc., laryngoskopisch zu untersuchen, und kann Sie versichern, dass ich mich fast getrauen möchte, mit dem Kehlkopfspiegel in der Hand, hei verstopften Ohren, zu ersehen, ob ich es mit dem Organ eines gebildeten Sängers zu thun habe oder nicht ; — und das nur aus der Präcision und dem graciösen Schwung der Bewegungen der Stellknorpel, der Stimmbänder u. s. w. beim Singen, und aus der Schönheit und Harmonie der räumlichen Verhältnisse der Theile.
Um Sie auch noch einen Blick auf den Revers der Medaille thun zu lassen, füge ich diesen Mittheilungen über die Bedingungen des Wohllauts der Stimme hinzu, dass die Stimme unschön, klanglos und heiser wird, ja endlich in ihr vollständiges Gegentheil, die Stimmlosigkeit oder Aphonie, umschlägt, wenn entweder die Stimmbänder durch Ungeschick oder Lähmung der Kehlkopfmuskeln, durch krankhafte Auswüchse und Auflagerungen oder Substanzverluste, durch Schwellung u. dgl. an der Bildung einer scharf begrenzten, gleichmässig elastischen Stimmritze, und an der Regelmässigkeit der Schwingungen gehindert werden; — oder wenn die räumlichen Verhältnisse und die Structur der resonirenden Höhlen und Gebilde ungünstig oder krankhaft verändert sind.
Die laryngoskopische Untersuchung — und darin liegt ihr unendlicher diagnostischer Werth — lässt nun erkennen, mit welcher Art von Stimmstörung man es zu thun hat, und welche Behandlung der Fall erfordert.
Vor Begründung der Laryngoskopie tappte man, oft zum grössten Nachtheil der Leidenden, in vollständiger Finsterniss umher !
Noch bemerke ich, dass die Stimme — namentlich von Sängern, welche mehr darauf achten, — oft bereits an ihrem Schmelz und Wohlklang einzubüssen beginnt, wenn noch nicht die geringsten Spuren sichtbarer krankhafter Veränderungen an den Stimmorganen zu entdecken sind ; es handelt sich dann um leise Störungen in der mikroskopischen oder gar in der innersten atomistischen Constitution der organischen Gebilde und Gewebselemente.
Sind die krankhaften Veränderungen bereits sichtbar, wenn auch scheinbar ganz unbedeutend, so können sie häufig schon eine bis zur Aphonie sich steigernde Stimmstörung bedingen, während dagegen manchmal trotz der auffallendsten und scheinbar störendsten Erkrankungen der Theile noch eine überraschend gute und klangvolle oder doch ausreichende Stimmbildung zu Stande kommt. Dies hängt immer davon ab. in wie weit durch die specielle Art und durch den Sitz der Erkrankung die Herstellung der bekannten wesentlichen