﻿III. Stimme und Sprache.
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satz rohr besteht darin, dass leicht bewegliche Weichtheile dem Luftstrom entgegengestellt werden, so dass sie in lebhafte Erzitterungen oder Schwingungen gerathen : auf diese Weise entstehen :
8) die R- oder Zitterlaute.
Bei diesen Lauten macht es keinen auffallenden Unterschied, ob die Stimme mittönt oder nicht, so dass man, nicht wie bei den Verschluss- und Reibungslautem harte und weiche zu unterscheiden pflegt.
Der Zitterlaut des ersten Artikulationsgebietes wird in den Cul-tursprachen nicht gebraucht und hat daher auch kein Buchstabenzeichen. Er soll in den Sprachen einiger wilden Völkerschaften Vorkommen. welche auch Schnalzlaute und Aehnliches als Sprachelemente verwenden. Es ist das sogenannte Lippen-/!, jener bekannte Laut, den die Rosselenker hervorzubringen pflegen, wenn sie die Pferde anhalten wollen. Im Schema Fig. 35 habe ich den Laut mit BR bezeichnet.
Der Zitterlaut des zweiten Artikulationsgebietes ist jenes R. welches durch Erzitterungen der Zungenspitze entsteht, während der dritte Zitterlaut jenes R ist. bei dem das weiche Gaumensegel und ganz besonders dessen Zäpfchen durch den Luftstrom in kräftige Schwingungen versetzt wird, wobei es in rascher Folge wider den Zungengrund schlägt.
Noch habe ich
9 die /.-Laute
kurz zu besprechen, welche eine mittlere Stellung zwischen den Rei-bungs- und Zitterlauten einnehmen, sich aber dadurch wesentlich vor allen anderen Spraclilauten auszeichnen, dass sie die einzigen sind, welche asymmetrisch an dem Seitenrande der Zungenmitte erzeugt werden.
ln unserem Schema (Fig. 35 , welches auf einem medianen Kopfdurchschnitt basirt, haben sie streng genommen keinen Platz. wir setzen ihr Buchstabenzeichen im Schema deshalb noch am passendsten in den Raum, der in verticaler Richtung zwischen den Kategorien der Reibungs- und Zitterlaute, in horizontaler Ausdehnung aber mitten zwischen dem ersten und zweiten Artikulationsgebiet übrig bleibt. —
Der Vollständigkeit wegen erwähne ich zum Schluss noch
ln die zusammengesetzten Cousonanten.
Dieselben entstehen entweder durch gleichzeitige oder sehr rasch aufeinanderfolgende Einstellung der Sprachtheile für zwei verschiedene Cousonanten. Als Beispiel der letzten Art diene das x = ks, das c