	III. Stimme und Sprache.	97

in Mitschwingungen und es entsteht der eigenthllmliche N a s entoil,
welcher die reinen in

	4) die nasalirten Vocale
verwandelt.
	Aus dein angeführten Grunde mischt sich der Nasenton bei Leuten,
deren Gaumensegel gelähmt oder defect ist, oder gar ganz fehlt, allen
Sprachlauten störend bei, obschon sie dagegen die Vocale, wegen
unvollständiger und mangelnder Beschränkung des Luftabflusses in
die Mundhöhle durch absichtliche Senkung des Gaumensegels meist
weniger stark nasaliren können, als andere normale Menschen.
	Die nasalirten Vocale bilden den Uebergang von den reinen Vo-
calen zu jenen Sprachlauten, welche man

	5) die Nasenlaute oder Resonanten
nennt.
	Man rechnet dieselben gewöhnlich zu den Consonanten oder
Mitlauten, weil sie, wie diese, nicht ohne gewisse Veränderungen in

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Fig. 35. Schema der drei Artikulatisesgebiete (1, II, III) und systematische 
Zusammenstellung
der daselbst erzeugbaren Sprachlaute.

einem der drei Artikulationsgebiete des Ansatzrohrs entstehen können,
sie entfernen sich aber von den Consonanten und nähern sich den nasa-
lirten Vocalen dadurch, (lass bei ihrer Erzeugung - wie bei diesen
C z er ma k	Schriften. II.	7
