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Populäre physiologische Vorträge.
Das Beispiel von diesen praktischen »Spionen« wird Ihnen sofort begreiflich gemacht haben, dass auch das Bild des so verborgenen Kehlkopfes in einem kleinen Spiegelchen, das durch den weitgeöffneten Mund unter einer Neigung von etwa 4,5" Dis in die Gegend des weichen Gaumens gebracht worden wäre, nothwendig sichtbar werden musste, wenn es nur in der Tiefe des Schlundes nicht dunkel wäre!
Dieses Hinderniss ist aber leicht zu beseitigen, indem man kräftiges Licht auf dasselbe Spiegelchen in der Richtung einfallen lässt, in welcher man hineinsieht.
Fig. 20 dient zur Erläuterung des Gesetzes der Spiegelung.
S ein Spiegelchen ; A das Auge ; B ein Gegenstand; B' dessen scheinbarer Ort im Spiegelbild. jD, p~, die Einfallslothe der Lichtstrahlen (siehe die punktirten Linien) und der (ausgezogenen) Sehrichtungslinien.
Denn, da nach den bekannten Gesetzen der Zurückwerfung des Lichtes der Einfallswinkel stets gleich ist dem Reflexionswinkel, so werden unter diesen Umständen immer gerade jene Theile beleuchtet werden, deren Bilder das Spiegelchen ins Auge des Beobachters eben zurückwerfen muss. Diese Zeichnung (vgl. Fig, 29 wird das Gesagte erläutern. Es sei S ein geneigt gestelltes Glas- oder Metallspiegel-chen. Ein in A befindliches Auge wird den Gegenstand B scheinbar hinter der Spiegelfläche bei B' erblicken. Wäre nun der Gegenstand B im Dunkeln, so würde, wie man bei Verfolgung der punktirten und ausgezogenen Linien leicht einsieht, Licht, welches in derselben Richtung auf- den Spiegel S geworfen würde (siehe die punktirten Linien), in welcher das Auge A blickt (siehe die ausgezogenen Linien), gerade auf den Gegenstand B reflectirt werden müssen, diesen beleuchten und dem Auge A sichtbar machen, weil die Winkel, welche die einzelnen Lichtstrahlen mit den Einfallslothen p, p 1, //- machen, dieselben bleiben, gleichviel ob die Strahlen in der Richtung von A nach B. oder von B nach A gehen.