﻿III. Stimme und Sprache.
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in Mitschwingungen und es entsteht der eigenthümliche Nasenton, welcher die reinen in
4) die nasalirten Vocale
verwandelt.
Aus dem angeführten Grunde mischt sich der Nasenton hei Leuten, deren Gaumensegel gelähmt oder defect ist, oder gar ganz fehlt, allen Sprachlauten störend hei, obschon sie dagegen die Vocale, wegen unvollständiger und mangelnder Beschränkung des Luftabflusses in die Mundhöhle durch absichtliche Senkung des Gaumensegels meist weniger stark nasaliren können, als andere normale Menschen.
Die nasalirten Vocale bilden den Uebergang von den reinen Vo-calcn zu jenen Sprachlanten, welche man
5) die Nasenlaute oder Resonanten
nennt.
Man rechnet dieselben gewöhnlich zu den Consonanten oder Mitlauten, weil sie, wie diese, nicht ohne gewisse Veränderungen in
Fig, 35. Schema der drei Artikulationsgebiete (7, 77, 777) und systematische Zusammenstellung der daselbst erzeugbaren Sprachlaute.
einem der drei Artikulationsgebiete des Ansatzrohrs entstehen können, sie entfernen sich aber von den Consonanten und nähern sich den nasalirten Voealen dadurch, dass bei ihrer Erzeugung — wie bei diesen
Czermak , Schriften. II.	i