﻿Erklärung der Abbildungen.
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Gefühle und Gedanken dienen — aus Elementen sich zusammensetzen, welche objectiv betrachtet thatsächlich nichts anderes sind, als akustische Phänomene, welche sich vom Munde des Sängers und Redners durch den Luftraum in das Ohr des Hörers mechanisch fortpflanzen — ohne dass ihnen irgend etwas von Geist inne wohnte.
Was zwischen Mund und Ohr — zwar unsichtbar, aber nicht unerkennbar — den Raum erfüllt — das ist eine sinnlose rein mechanische Schallwellenbrandung!
Erst im Gehirn des verständnissfähigen Hörers findet die Transsubstantiation des ausschliesslich materiellen Bewegungsvorgangs der Stimm- und Sprachlaute in den psychischen Zustand der Empfindung, des Gefühls und des Gedankens statt.
Gedanke und Gefühl wird — ausgesprochen— factisch zu bewegter Materie — und diese verklärt sich im Bewusstsein des Hörers erst wieder zu Gefühl und Gedanke.
Der Weg von Bewusstsein zu Bewusstsein führt eben — so wenig anmuthend dies für den idealen Sinn schöner Seelen immerhin sein mag — ohne Gnade mitten durch die so verachtete grobe Materie ! —
Indem ich schliesse, kann ich nicht umhin — mit Rücksicht auf meinen zu Ostern bevorstehenden Abgang nach Leipzig — Ihnen, meine hochgeehrten Anwesenden, ein herzliches Lebewohl zu sagen — doch drängt es mich hinzuzufügen: hoffentlich nicht für immer, denn Sie sollen mich auch in Zukunft gern bereit finden, dann und wann eine »Rosenvorlesung« zu halten !
Erklärung der Abbildungen.
Zu Vortrag I.
Fig. ]. (Holzschnitt.) Das menschliche Herz mit seinen grossen zu-und abführenden Blutgefässen, von vorn gesehen.
Fig. 2. (Holzschnitt.) Die beiden Herzhälften durch einen senkrechten Schnitt von einander getrennt.
Fig. 3. (Holzschnitt.) Idealer Durchschnitt der rechten und der linken Herzhälfte.
Fig. 4. (Holzschnitt.) Schema zur Erläuterung des Kreislaufs.
Fig. 5. (Holzschnitt.) Das Kardioskop oder Horzspiegelchen.
Fig. 6. (Holzschnitt.) Zur Erläuterung der kardioskopischen Demonstration.
Fig. 7. (Steindrucktafel 1.) Kinesiskopische Scheibe, bestimmt, den Leser in den Stand zu setzen, sich den Rhythmus des Herzschlags vor Augen zu stellen.