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Sechs Tage in und um Bordeaux.
iu die Nähe kommen, mit langen mit einem Knopfe versehenen Stangen ins Wasser zu stossen suchen. Das Volk nimmt lebhaften Antheil am Kampf, ermunternder Zuruf wechselt mit schadenfrohem Gelächter. Die Positionen, welche die aus dem Gleichgewicht gebrachten Kämpfer machen, um sich oben zu erhalten oder um möglichst sanft ins Wasser zu plumpsen, sind in der That oft drollig genug. Sehr häufig fallen beide Gegner ins Wasser, wo dann keiner den Preis gewinnt.
Doch dies war nur das Vorspiel zu dem Hauptschauspiel des Abends — dem Vomstapellaufen des neu erbauten Zweimasters »La providence«. Wenn eine Stütze nach der andern fällt und endlich das auf dem Lande fast noch Denial so gross als im Wasser aussehende Schiff mit beschleunigter Geschwindigkeit die schiefgelegten und mit einer Art Seife eiiigcschmierten Balken herunterrutscht, um endlich ins Wasser sich hineinzubohren, vor sich eine mächtige Sturzwelle aufwühlend. hinter sich in Folge der Friction ï lammen und Bauch lassend : so ist das in der That ein grossartiger Anblick. Der Eindruck dieser Scene wird noch vermehrt, indem die Musik im Fortissimo einfällt und das Volk die Luft mit freudigem Geschrei erschüttert. Eine glänzende Beleuchtung mit bunten Lampen schloss das Ganze.
Den 19.
Nachdem ich noch in der Garonne gebadet, den Jardin des Plantes und den Kirchhof mit seinen Platanen-Alle en und Cypresseu-G nippen besucht hatte, verliess ich Bordeaux, um nach la Teste und von da über das grosse Bassin d’Arcachon nach Arès zu fahren. welches am nördlichen Ende des Bassins gelegen ist. Der Charakter der Landschaft ist hier ganz eigenthümlich gemischt. Einerseits wird man an Italien, andererseits an — Holland erinnert, auch die Windmühlen fehlen nicht. Das Bassin d’Arcachon ist eine sehr seichte Bucht von bedeutendem Flächeninhalt, welche nur durch einen ganz schmalen und kurzen Kanal mit dem Meere in Verbindung steht, so dass sich Ebbe und Flutli wohl geltend machen können. die Wogen des Oceans aber keinen Eingang finden. Das Bassin ist aus diesem Grunde und seiner Seichtigkeit wegen fast immer spiegelglatt, und liât stets eine hohe Temperatur, weshalb es zu einer besonderen Art von Seebädern benützt wird. Im Gegensatz zu den Seebädern mit freiem starkem Wellenschlag, welche nur einige Minuten hindurch gebraucht werden, bleibt man in dem lauen ruhigen Wasser des Bassins zu Viertelstunden !
Den 20.
Heute ritten wir auf die drei Stunden entfernte Besitzung des Herrn Boissièke. um dessen M e ers alz planta gen zu besehen.